Neuer Wochenmarkt - Neugestaltung der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Friedrichstraße und Gustav-Schickedanz-Straße; Projektgenehmigung gem. Ziff. 2.5 für die Einleitung und Abwicklung städtischer Baumaßnahmen

Betreff
Neuer Wochenmarkt - Neugestaltung der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Friedrichstraße und Gustav-Schickedanz-Straße; Projektgenehmigung gem. Ziff. 2.5 für die Einleitung und Abwicklung städtischer Baumaßnahmen
Vorlage
TfA/264/2019
Art
Beschlussvorlage - SB

Für BA am 13.02.2019:

Die Sitzungsvorlage des Baureferates wird zur Kenntnis genommen.

Der Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat die Erteilung der Projektgenehmigung zur Neugestaltung der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Friedrichstraße und Gustav-Schickedanz-Straße (Neuer Wochenmarkt).

 

Für StR am 27.02.2019:

Die Sitzungsvorlage des Baureferates wird zur Kenntnis genommen.

Der Stadtrat erteilt die Projektgenehmigung zur Neugestaltung der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Friedrichstraße und Gustav-Schickedanz-Straße (Neuer Wochenmarkt).

Die Kosten werden auf ca. 1,65 Mio. € (brutto) geschätzt.

Ergebnisse der Vorplanung und Instruktion, Marktstände etc.

 

Seit mehreren Jahren werden Überlegungen zur Lösung des Standortproblems des Wochenmarktes angestellt. Eine Standort- und Konzeptanalyse wurde durchgeführt und ein Grundsatzbeschluss gefasst (StR am 28.01.2015). 2015 befassten sich ein Projektbeirat sowie eine Machbarkeitsstudie mit der Standortsuche. 2016 wurde ein Kriterienkatalog für die Anbieter ausgearbeitet, 2017 ein planerischer Vorentwurf (zunächst seitens eines Architekturbüros, in der Weiterführung von SpA). Ebenfalls 2017 wurde ein Instruktionsverfahren durchgeführt.

 

Am 07.02.2018 wurde die Vorplanung des SpA zur „Umgestaltung des Bereichs Freiheit und zur Neugestaltung der Oberflächen im Bereich Wochenmarkt“ (mit separater Radfahrstraße und veränderter Anbindung des Parkplatzes auf der Freiheit) dem Bauausschuss vorgelegt.

 

Ein zweites Instruktionsverfahren sowie weitere Planungen führten in der Folge zu einem Abrücken von Teilen der ursprünglichen Vorplanung, die Radwegeführung wurde von SpA in die Rudolf-Breitscheid-Straße (ehemalige Bustrasse mit der wichtigen Radverkehrs-Achse Hornschuchpromenade – Neue Mitte) integriert.

 

Am 13.06.2018 wurde diese, abgeänderte Vorplanung einschließlich der neuen Radwegeführung dem Bauausschuss vorgelegt und als Grundlage für diese Projektgenehmigung beschlossen.

 

Die Abstimmung mit den Beteiligten und die Erarbeitung des Konzepts zur barrierefreien Nutzung der Fläche (siehe Abschnitt „Barrierefreiheit“) nahm einen längeren Zeitraum in Anspruch, so dass die endgültige Genehmigung erst zu diesem recht späten Zeitpunkt beantragt werden kann.

 

Trasse, Radwegeführung und Bäume

 

Die vorgesehenen Markt- und Gastronomiestände befinden sich auf der Nordostseite der Rudolf-Breitscheid-Straße (Anordnung einschl. Feuerwehrtrasse nachrichtlich übernommen). Die Entwässerung der Oberfläche erfolgt über eine längslaufende Entwässerungsrinne mit Sinkkästen, mittig im Marktbereich angeordnet.

 

Auf der Südwestseite der Straße befinden sich zehn straßenbildprägende, erhaltungswürdige Platanen. Beiderseits dieser werden jeweils Einrichtungsradwege mit 1,55 m bzw. 2,00 m Breite markiert. Die Abdeckung der Baumwurzelbereiche erfolgt mit quadratischen, befahrbaren Beton-Baumschutzscheiben (ca. 3,0 x 3,0 m).

 

Aufgrund der beengten Verhältnisse ragen die Baumscheiben jeweils in die Radwegbereiche hinein. Die Baumstandorte werden künftig mit Wurzelgräben verbunden. Zum Schutz der bereits jetzt bis an die Oberfläche reichenden Wurzeln wird das Fahrbahnniveau um ca. 15 cm angehoben. Der in südöstliche Richtung verlaufende Radweg wird rechtsseitig durch die vorhandene Treppenanlage der Freiheit begrenzt.

 

Oberfläche und Fahrbahnaufbau

 

Die Oberfläche (Markt und Radwege) wird in geschnittenem Granit-Großsteinpflaster ausgeführt. Die Farbgebung orientiert sich hierbei an der Freiheit, die Ausführung (Steinmaße etc.) an der Neuen Mitte. Die längslaufende, zweizeilige Entwässerungsrinne soll gem. Abstimmung im Ref. V in sandfarbenem Granit hergestellt werden (Erkennbarkeit, keine Verwechslung mit dem danebenliegenden, weißen Blindenleitsystem).

 

Der Aufbau gem. RStO12 Belastungsklasse 3,2 (schwerverkehrstauglich wie für Wochenmarkt, Kirchweihbetrieb und seitens infra gefordert) stellt sich einheitlich wie folgt dar:

 

  16,0 cm    Granitgroßpflaster

    4,0 cm     Brechsand-Splitt 0/8

  14,0 cm    Wasserdurchlässige Asphalttragschicht AC 32 TS mit Bindemittel 50/70

  26,0 cm    Frostschutzschicht 0/45

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  60,0 cm    Gesamtaufbau

 

Barrierefreiheit

 

Um eine Orientierung blinder und sehbehinderter Menschen auf der nicht einheitlich strukturierten Marktfläche zu ermöglichen und eine sichere Führung zwischen Friedrich- und Gustav-Schickedanz-Straße zu gewährleisten, wird ein Leitsystem mit Anbindung der Dr.-Konrad-Adenauer-Anlage vorgesehen. Dieses endet bis zum Weiterbau im Bereich Bushaltestelle Freiheit am bestehenden Kiosk. Eine Verbindung zur Bushaltestelle Fürther Freiheit soll im Zuge des barrierefreien Umbaus dieser Haltestelle hergestellt werden.

 

Aufgrund der von verschiedenen Dienststellen dargelegten Gefährdungssituation beim Aufeinandertreffen Radwegende und Aufstellbereich für Fußgänger muss auf eine angezeigte Querungsstelle an der südwestlichen Friedrichstraße verzichtet werden. Zur Verdeutlichung des Fußgängerbereichs wird im Aufstellbereich außerdem ein Fußgänger-Piktogramm markiert. Die nordöstliche Querung Friedrichstraße kann angezeigt werden.

 

Die im beiliegenden Plan bereits dargestellte barrierefreie Kenntlichmachung der Parkplatz-Zu- und Abfahrt soll erst im Rahmen der Neugestaltung der Freiheit hergestellt, bzw. berücksichtigt werden.

 

Die Leit-/Auffinde-Elemente werden in weiß bzw. sehr hellem Grau ausgeführt. Der Trennstreifen zwischen Radweg und Fußgängerbereich wird in Granit-Kleinstein hergestellt. Im Übergangsbereich des Leitsystems an der Gustav-Schickedanz-Straße (rot geflammter Belag) ist die Abtrennung des Radweges gegenüber dem Fußgängerbereich mit speziellen Rad-/Gehwegtrennsteinen herzustellen.

 

Zuwendungen und Kosten

 

Für die Maßnahme wurden Zuwendungen im Rahmen des Investitionsprogramms „Soziale Stadt“ der Städtebauförderung des Bundes beantragt.

 

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rd. 1.650.000 € brutto (Verkehrssicherung, Kampfmittelsondierung, Bauzaun und Straßenbau).

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

X

ja

Gesamtkosten

1.650.000

 

nein

X

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

X

ja

Hst. 7310 9500 0000

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

X

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

Lageplan