Projekte der vertieften Berufsorientierung an Mittelschulen ab dem Schuljahr 2019/20

Betreff
Projekte der vertieften Berufsorientierung an Mittelschulen ab dem Schuljahr 2019/20
Vorlage
BB/120/2019
Art
Beschlussvorlage - AL

Der Ausschuss nimmt den Bericht des Bildungsbüros zur Kenntnis und beauftragt das Bildungsbüro, die weitere Entwicklung in den Mittelschulen eng zu begleiten, zu evaluieren und zum Ende des Schuljahres 2019/20 erneut zu berichten.

Im Laufe des Jahres 2017 teilte die Agentur für Arbeit Fürth mit, dass eine Förderung der bewährten Leuchtturmprojekte „Punktlandung“ und „Check Out“ nicht mehr über ein Zuwendungsverfahren möglich wäre und stattdessen eine Ausschreibung als sog. „BOM-Module“ über das Regionaleinkaufszentrum  (REZ) erfolgen müsse. Dann könnten im Gegenzug die Projekte auch inhaltlich ausgeweitet und mit mehr Mitteln der Agentur ausgestattet werden.

 

Das BB hat daraufhin ein Konzept erarbeitet, das einen Einsatz bereits in der 8. Klassen vorsieht und in einem abgestimmten Programm bis zum Schulabschluss und zur beruflichen Integration führt (Arbeitstitel: „BOI – Berufsorientierung Intensiv“). Dieses Konzept wurde der Agentur Ende Februar 2018 übersandt mit der Bitte um Rückmeldung und Rücksprache. Beides erfolgte leider nicht. Zum Mai 2018 wechselte die Teamleitung der Berufsberatung. Die neue Teamleiterin gab informell einige Mal zu verstehen, dass es die eine oder andere Schwierigkeit geben könne, v.a. wäre wohl eine Förderung der Agentur max. in der Höhe der gleichzeitig eingesetzten Mittel des Schulamtes machbar. Diese sind aktuell bei rd. 55.000 Euro gedeckelt. So zeichnete sich ein Szenario ab, dass mit den ursprünglichen Gesprächen und dem erarbeiten Konzept im Prinzip nicht mehr in Einklang zu bringen war (ohne mehr Geld, ist auch keine inhaltliche und/oder quantitative Ausweitung möglich).

 

Da bis in den Herbst 2018 immer noch keine formalen Gespräche mit der Stadt Fürth geführt wurden, lud BM Braun in einem Brandbrief die Verantwortlichen im Oktober ins Rathaus ein. Dieser Termin brachte leider wenig konkrete Ergebnisse. Das erste inhaltliche Gespräch fand Ende Dezember im REZ statt, leider ohne die örtliche Agentur für Arbeit, die jedoch inhaltlich verantwortlich ist. Es wurde deutlich, dass das REZ aufgrund der eigenen Systemlogik nicht vom 50/50 Finanzierungsmodell mit dem Schulamt abrücken konnte und ein erheblich gesteigerter Anteil der Stadt Fürth nötig werden würde, um die angestrebten Ziele annähernd zu erreichen. An mehreren Stellen wurde deutlich gemacht, dass die Stadt Fürth dies nur unter großen Schmerzen und keinesfalls länger als ein Jahr leisten würde. Danach wäre eine höhere Förderung der anderen Partner unabdingbar (ob nun von beiden oder einem alleine). Zuletzt geschah dies im Steuerkreis der Jugendberufsagentur durch BM Braun am 21.05.19.

 

Schließlich ging das Projekt nach weiteren Verzögerungen im Mai 2019 in die Ausschreibung. Die ELAN GmbH reichte als förmlicher Bieter ein Konzept samt Angebot ein, das sich am besprochenen Rahmen hielt (110.000 Euro; ergänzend wären rd. 85.000 Euro der Stadt Fürth erforderlich gewesen; die Stadt selbst darf nicht als Bieter auftreten). In Aussicht gestellt wurde, dass sich wahrscheinlich kein anderer Bieter bewirbt und selbst wenn, könnte er kaum eine bessere Qualität liefern als die ELAN GmbH, weil die ja noch beträchtliche Eigenmittel in der Rechnung hat.

 

Aktuell ist das Vergabeverfahren noch nicht formell abgeschlossen. Es ist jedoch bekannt, dass es zwei weitere Bieter gibt und die Wahrscheinlichkeit, dass die ELAN GmbH den Zuschlag bekommt, ist äußerst gering. Es muss damit gerechnet werden, dass ab dem Schuljahr 19/20 ein anderer Bildungsträger die operative Arbeit am Übergang Schule-Beruf in den Fürther Mittelschulen übernehmen wird. Das BB wird die Schulen hierüber zum nächsten Netzwerkforum am 17.7. informieren.

Personell sind eine Mitarbeiterin der ELAN GmbH betroffen sowie knapp 1,5 Mitarbeiterinnen im BB. Für diese muss nun nach neuen Perspektiven gesucht werden.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

 

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag: