Parkplatzmarkierungen auf Pflasterflächen

Betreff
Parkplatzmarkierungen auf Pflasterflächen
Vorlage
SpA/740/2019
Art
Beschlussvorlage - SB

Der Bau- und Werkausschuss beschließt, dass auf ganzflächige farbige Markierung von Parkständen sowohl mit Natursteinpflaster als auch auf Asphalt verzichtet wird und stattdessen nur farbige Rahmen oder Winkel aufgebracht werden. Dieser Beschluss soll sich einheitlich auf das gesamte Stadtgebiet beziehen.

 

 

Im öffentlichen Raum werden für den ruhenden Kfz-Verkehr Parkstände angeboten, die in der Regel allen Kfz-Nutzern zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden Parkstände für besondere Nutzergruppen (Behinderte) vorgehalten. In der jüngeren Vergangenheit sind durch Parkstände für Elektrofahrzeuge und für Carsharing im öffentlichen Raum weitere Parkstände für bestimmte Nutzergruppen hinzugekommen. Durch die zunehmend dynamische Entwicklung in diesem Bereich ist nicht auszuschließen, dass in Zukunft weitere Nutzergruppen hinzukommen könnten.

 

Um diese Parkstände vor missbräuchlicher Nutzung durch nicht berechtigte Verkehrsteilnehmer zu schützen, sind diese durch Beschilderung nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) entsprechend ausgewiesen. Zusätzlich können Piktogramme (z. B. Rollstuhl, Elektrofahrzeug) aufgebracht werden. Auch kann eine farbliche Markierung aufgebracht werden.

 

Die Erfahrungen aus der Verkehrsüberwachung zeigen, dass entsprechend farblich markierte Flächen eher respektiert werden als ohne eine solche farbliche Kennzeichnung.

Für Behindertenparkstände sind blaue Einfärbungen (Beschluss des BWA vom 19.09.2018) für Elektrofahrzeuge grüne Einfärbungen vorgesehen. Parkstände für Car-Sharing sollen orange gekennzeichnet werden (BWA vom 13.02.2019, SPA/663/2019). Zunächst sollen fünf Stationen für Car-Sharing eingerichtet werden, weitere sollen bedarfsgerecht folgen.

 

Die deutlich größere Anzahl und Vielfalt der Markierungen ist gerade in Bereichen mit hochwertigen Gebäuden, Denkmälern etc. jedoch problematisch. Neben der visuellen Beeinträchtigung kommt bei Parkständen mit Pflasterflächen die geringe Haltbarkeit farblicher Markierungen hinzu. Auch sind die farblichen Markierungen bei Abstellen eines Fahrzeugs ohnehin nicht mehr vollständig sichtbar.

 

Königsplatz1 

Farblich für Elektrofahrzeuge markierter Parkstand in Großpflasterbauweise am Königsplatz

 

Wegen der schlechten Erfahrungen bei Pflasterbauweisen soll hier auf vollflächige farbige Markierungen verzichtet werden.

 

Da es zukünftig durchaus vermehrt vorkommt, dass mehrere Parkstände für besondere Nutzergruppen nebeneinander liegen, könnte so bei vollflächiger Markierung ein bunter „Flickenteppich“ entstehen.

 

 

Lageplan Königsplatz mit vollflächig farblich gekennzeichneten Parkständen für Elektrofahrzeuge, Carsharing und Gehbehinderte

 

Eine stärkere Berücksichtigung der Belange des Stadtbilds erscheint jedoch gerade auch in Fürth mit seinen zahlreichen Baudenkmälern geboten. In städtebaulich besonders sensiblen wäre überhaupt keine farbliche Markierung wünschenswert.

 

Würde man dort jedoch auf eine farbige Kennzeichnung vollständig verzichten, ergäbe sich dadurch ein „Flickenteppich“ unterschiedlicher Lösungen für die gleiche Anwendung. Es gäbe dann dort Parkstände in Pflaster- und Asphaltbauweise ohne farbliche Markierung, in städtebaulich weniger sensiblen Bereichen Parkstände in Asphaltbauweise mit farblicher Markierung, in Pflasterbauweise jedoch ohne.

 

Als geeigneter Kompromiss erscheint daher der Vorschlag, stadtweit einheitlich eine dezente farbige Markierung in Form einer Umrandung oder von Winkeln vorzusehen. Dies hätte folgend Vorteile:

 

·         Erkennbarkeit auch bei abgestellten Fahrzeugen

·         Gleiche optische Wirkung bei besetzten und unbesetzten Parkständen

·         Deutlich geringere optische Beeinträchtigungen auch bei unbesetzten Parkständen und wenn mehrere, unterschiedliche „Sonderparkplätze“ direkt nebeneinander liegen

·         Geringere Kosten bei der Herstellung und Erneuerung

 

Die Verwaltung empfiehlt daher dem Bauausschuss zu beschließen, dass aufgrund der oben genannten besonderen Anforderungen im gesamten Stadtgebiet auf ganzflächige farbige Markierung von Parkplätzen sowohl mit Natursteinpflaster als auch auf Asphalt verzichtet wird und stattdessen nur farbige Rahmen oder Winkel aufgebracht werden.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

 

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag: