Neubau Knotenpunkt Südwesttangente / Schwabacher Straße

Betreff
Neubau Knotenpunkt Südwesttangente / Schwabacher Straße
Vorlage
SpA/0742/2019
Art
Beschlussvorlage - SB

Die Vorplanung des Knotenpunkts Südwesttangente / Schwabacher Straße wird entsprechend des beiliegenden Lageplans beschlossen.

Im Zuge des geplanten Neubaus der Brücke der Südwesttangente über die Schwabacher Straße ist eine Umgestaltung des Knotenpunkts Südwesttangente / Schwabacher Straße zur Verbesserung der Verkehrssituation erforderlich.

 

Wesentliche Änderung im Vergleich zum Bestand ist der Entfall der vier Stützpfeiler in der Mitte der Unterführung. Das neue Brückenbauwerk soll als Einfeldträger ausgeführt werden. Ziel ist es, dadurch auch das Abbiegen fahrgeometrisch deutlich zu verbessern. Eine kleine Mittelinsel für Signalgeber ist weiterhin erforderlich. Vor allem das zweistreifige Linksabbiegen von der Rampe der Südwesttangente in Richtung Fürth wird hierdurch erheblich erleichtert. Im Bestand ist zweistreifiges Linksabbiegen nur in langsamer Fahrt möglich. Größere Fahrzeuge, wie zum Beispiel Sattelzüge, Lastzüge oder Busse fahren heute zum Teil in der Mitte der beiden Fahrstreifen, um ausreichend Bewegungsspielraum zu haben. Dies reduziert die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts. Durch Entfall der Stützen kann ausreichend Verkehrsfläche zur Verfügung gestellt werden, sodass auch ein gleichzeitiges Abbiegen von Sattelzügen und Transportern oder Pkw möglich ist (siehe Analgen zur Schleppkurvenuntersuchung).

 

Um sowohl die Leistungsfähigkeit des nördlichen Knotenpunktarms als auch die Fußgängerbeziehung zu verbessern, soll der Fahrbahnteiler der nordöstlichen Rampe entfallen und die Fahrstreifenaufteilung neu geordnet werden. Im Bestand ist ein Links- und ein überbreiter Rechtsabbiegefahrstreifen vorhanden. Die Überprüfung der Leistungsfähigkeit als auch die Ortsbesichtigungen haben ergeben, dass der Rechtsabbieger in Richtung Fürth in den Spitzenstunden zeitweise überlastet ist. Zum Teil wird heute schon zweistreifig nach rechts abgebogen. Zukünftig ist ein Rechtsabbiege- und ein kombinierter Rechtslinksabbiegefahrstreifen vorgesehen, da die Verkehrsbelastung des Rechtsabbiegers von der Südwesttangente kommend in Richtung Fürth sowohl in der Morgen- als auch in der Abendspitzenstunde mehr als doppelt so groß ist wie die des Linksabbiegers in Richtung Weikershof.

 

Zur Verbesserung der Fußwegebeziehungen über die Schwabacher Straße werden zusätzliche Fußgängerquerungen angeordnet. Zum Schutz der Fußgänger wird auch die nordwestliche Rampe über beide Fahrstreifen signalisiert. Im Bestand ist der rechtsabbiegende Verkehrsstrom aus Richtung Fürth und der Fußgänger signaltechnisch nicht geregelt, im Gegensatz zur gleichen Situation auf der Südseite.

 

Im Zuge der Radverkehrsoffensive werden auf der Schwabacher Straße in beiden Richtungen Radschutzstreifen mit einer Breite von 1,50 m vorgesehen, um die Trennwirkung durch die Zäsur des Main-Donau-Kanals und der Südwesttangente für den Radverkehr zu verringern und auch an dieser wichtigen Hauptverkehrsstraße Radverkehrsanlagen zu schaffen.

 

Die Lichtsignalanlage wird mit einer verkehrsabhängigen Steuerung mit Busbeschleunigung und Feuerwehbevorrechtigung ausgestattet. Mithilfe von Blindenleitstreifen wird das Queren der Fahrbahnen von sehbehinderten Menschen sichergestellt. Die Umlaufzeit in den Hauptverkehrszeiten wird von heute 105 Sekunden auf zukünftig 90 Sekunden auf dem gesamten Streckenzug der Schwabacher Straße reduziert. Durch die Reduktion der Umlaufzeiten werden Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere auch die Fußgänger reduziert und langer Rückstau im Kfz-Verkehr vermieden.

 

Die Dreiecksinseln in den Rampen werden zugunsten der Fußgänger vergrößert, jedoch weiterhin so positioniert, dass im Bedarfsfall eine Geradeausfahrt im Zuge der Rampen geometrisch möglich bleibt.

 

Die Analyse der Leistungsfähigkeit zeigt, dass ohne Anforderung der Fußgängerquerungen über die Schwabacher Straße sowohl in der Morgen- als auch in der Abendspitzenstunde die Verkehrsbelastungen leistungsfähig abgewickelt werden können. Ohne Fußgängeranforderung über die Schwabacher Straße wird für den jeweils schlechtesten Verkehrsstrom in der Morgenspitzenstunde eine befriedigende Verkehrsqualität der Stufe „C“ und in der Abendspitzenstunde eine ausreichende Verkehrsqualität der Stufe „D“ erreicht. Kapazitätsreserven sind vorhanden.

 

Bei Anforderung der Fußgänger über die Schwabacher Straße ist der Knotenpunkt kurzfristig an der Grenze der Leistungsfähigkeit bzw. hat diesen überschritten. Es kommt zu Rückstau in den Knotenpunktzufahrten. Diese können jedoch im nächsten Umlauf ohne Fußgängeranforderung wieder abgebaut werden. Daher ist eine verkehrsabhängige Steuerung zwingend erforderlich.

 

Die Auslastung des Knotenpunkts bei unterschiedlichen Annahmen für die Häufigkeit von Fußgängeranforderungen ist für die Morgen- und Abendspitzenstunde in Tabelle 1 dargestellt.

 

Auslastung des    gesamten Knotenpunkts

Anforderung der Fußgänger in jedem

2.ten Umlauf

3.ten Umlauf

4.ten Umlauf

Morgenspitzenstunde

0,73

0,66

0,63

Abendspitzenstunde

0,64

0,61

0,59

 Tabelle 1: Auslastung des gesamten Knotenpunkts Schwabacher Straße / Südwesttangente

 

 

 

 

 

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

X

ja

Gesamtkosten

     

 

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

Lageplan

Schleppkurvenuntersuchung