Fürther Beteiligung am Projekt N2025

Betreff
Fürther Beteiligung am Projekt N2025
Vorlage
K/0117/2019
Art
Beschlussvorlage - AL

Der Kulturausschuss befürwortet und unterstützt die Beteiligung Fürths an der Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt 2025.

Die Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt 2025 ist ein Prozess, der die ganze Metropolregion einbindet und Chancen für die Vernetzung und Entwicklung der gesamten Region bietet.

OB Dr. Jung hat im Mai schriftlich eine Absichtserklärung (Erster „Letter of Intend“) abgegeben, dass die Stadt Fürth sich an der Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt 2025“ der Stadt Nürnberg beteiligt und ausgewählte, gemeinsam mit lokalen und internationalen Kulturakteuren sowie dem Kulturhauptstadt-Büro entwickelte Kulturprojekte vor Ort durchführt. Inzwischen haben die 11 kreisfreien Städte sowie nahezu alle Gebietskörperschaften der Metropolregion ebenfalls den ersten „Letter of Intend“ unterzeichnet.

 

Zwischen dem 10. und 12. Dezember 2019 entscheidet eine internationale Jury in Berlin, ob Nürnberg zusammen mit 2-3 weiteren Bewerberstädten in die nächste Bewerbungsrunde kommt. Sollte Nürnberg weiterkommen, teilen Fürth sowie die anderen kreisfreien Städte und Gebietskörperschaften der Metropolregion in einem zweiten „Letter of Intend“ bis zum 1.3.2020 Nürnberg das Budget mit, mit dem sie vor Ort im Jahr 2025 ein Kulturprogramm durchführen wollen.

 

Hier gilt ein Orientierungswert von 1,- Euro pro Einwohner/-in und Jahr. Die Budgets der Unterzeichner des zweiten „Letter of Intend“ werden an die Kulturhauptstadt-gGmbH übertragen und zu einem späteren Zeitpunkt für die Umsetzung der Projekte vor Ort in voller Höhe ausbezahlt (Kickback-Garantie). D.h. Nürnberg erhält kein Geld für Overhead-Kosten.

Die konkrete Planung der Projekte erfolgt nach Titelzuschlag (Ende 2020) in Kooperation mit der Kulturhauptstadt-gGmbH. Es ist vorgesehen, die Zusammenarbeit im Rahmen von Kooperationsverträgen zu gestalten. Die finanzielle Zusage mit dem zweiten „Letter of Intend“ verliert ihre Gültigkeit, sollte Nürnberg nicht Kulturhauptstadt werden.

 

Innerhalb der Metropolregion haben sich zu allen sechs Themen der Bewerbung Projektgruppen gebildet, mit dem Ziel, 2-3 Projekte pro Arbeitsgruppe für die Region zu entwickeln. Fürth ist in allen Arbeitsgruppen vertreten:

 

Handwerk, Industriekultur, Zukunft der Arbeit:

Idee ist es die regionale Geschichte des Handwerks und der Industrie zu erfassen und die positiven Impulse des Strukturwandels herauszufiltern.

Vertretung Fürth: Jana Stadlbauer (Rundfunkmuseum)

 

Diversität und Teilhabe:

Hier geht es um teilhabeorientierte Kulturvermittlung und die Entwicklung partizipative Formate in der öffentlich geförderten Kultur.

Vertretung Fürth: Frau Heinzler (Ref. IV) und Frau Suttner (Städtische Galerie)

 

Spielen:

Bis heute floriert die Spielwarenindustrie in der Metropolregion. Wie können wir Mechanismen des Spiels in die Zukunft richten? Ein Projekt innerhalb dieses Arbeitsfeldes ist das bereits begonnene „Game On“, an dem sich auch das Jugendmedienzentrum Connect beteiligt. Darüber hinaus ist Herr Dr. Schramm (Leitung Stadtarchiv, Stadtmuseum, Rundfunkmuseum) für Fürth in dieser Arbeitsgruppe vertreten.

 

Kulturtourismus:

Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt ist eine große Chance für die Metropolregion, Touristen aus der ganzen Welt anzuziehen. Hierzu braucht es ein gemeinsames Konzept.

Vertretung Fürth: Eike Söhnlein (Leitung Tourist-Information)

 

Totalitarismus und Menschenrechte:

Die Aufarbeitung und Vermittlung der Menschenrechtsverletzungen an der ehemaligen deutsch-deutschen und deutsch-tschechischen Grenze zur Zeit des Eisernen Vorhangs sowie die kritische regionale Beschäftigung mit der NS-Diktatur und deren Folgen ist Schwerpunkt dieser Arbeitsgruppe. Vertretung Fürth: Frau Dr. Eisenstein (Jüdisches Museum Franken)

 

Digitalisierung:

Wie kann das Kulturerbe digital nutzbar gemacht werden? Wie kann Digitalisierung die Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa vorantreiben und inwieweit können Haßfurt und Wunsiedel als Smart Cities Modell sein für eine Ausweitung in der Metropolregion?

Vertretung Fürth: Frau Köhn (Leitung Kulturamt) und Frau Heinzler (Ref. IV)

 

Die hier entwickelten Projekte könnten im Jahr 2025 auch in Fürth stattfinden. Darüber hinaus kann Fürth eigene Programme mit europäischer Dimension einbringen, die im Jahr 2025 Touristen anziehen und die Identifikation mit der Stadt und der Region stärken. In diesem Zusammenhang sollte u.a. auch über Aktivitäten rund um den Umbau der Alten Feuerwache nachgedacht werden.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

x

ja

Gesamtkosten

130.000

 

nein

x

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

x

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

Absichtserklärung Oberbürgermeister Dr. Jung N2025