Schülerzahlen und Standortentwicklung,Schülerprognosen, Fortschreibung bis Schuljahr 2023/2024

Betreff
Schülerzahlen und Standortentwicklung,Schülerprognosen, Fortschreibung bis Schuljahr 2023/2024
Vorlage
SEP/0017/2019
Art
Beschlussvorlage - AL

Der Ausschuss für Schule, Bildung und Sport nimmt den derzeitigen Sachstand der Schülerprognosen und damit verbundene Auswirkungen auf Schulstandorte zur Kenntnis. Der Ausschuss empfiehlt der Verwaltung begonnene Maßnahmen zur Verbesserung der Schulraumkapazität fortzusetzen und -soweit noch nicht erfolgt- Zug um Zug erforderliche Raumprogramme mit den betroffenen Schulen und der Regierung von Mittelfranken zu erarbeiten. 

Schulentwicklung 2019 – 2024

 

Der nachfolgende Text verwendet pauschal die Bezeichnung „Schüler“, „Schülerzahlen“ und umschließt damit die gender Begriffe Schülerinnen / Schüler in jeder möglichen Gender Ausprägung

 

Wie bereits bei den vorigen Analysen der schulischen Entwicklung seit November 2017 wird auch wieder grundsätzlich auf einen Betrachtungszeitraum von fünf Schuljahren abgestellt (2019/2020 bis 2023/2024). Somit findet –wie bisher-  im Rahmen der Betrachtung eine Fortschreibung um ein weiteres Schuljahr statt. Dieser gewählte Zeitraum gilt als „hoch planungsbeeinflussend“ in Abhängigkeit von der Belastbarkeit des zur Verfügung stehenden demografischen Planungsmaterials. Den Zahlen für das Schuljahr 2019/2020 liegt bereits eine –insoweit gesicherte- Oktoberstatistik 2019 zugrunde. Es konnten, wie schon in den Vorjahren, im Wesentlichen statistische Angaben/Prognosen zur Schüler- bzw. Klassenzahl und zur Entwicklung des allgemeinen Bevölkerungswachstums in der Stadt Fürth zugrunde gelegt werden. Die zur Verfügung stehenden Angaben zum allgemeinen Bevölkerungswachstum umfassen jedoch einen Zeitraum von 2017 bis 2030, also eine nahezu doppelt so große Zeitperiode wie der hier von uns im engeren Sinn gewählte 5-Jahres-Zeitraum. Daher relativiert sich die Belastbarkeit der Angaben zum allgemeinen Bevölkerungswachstum etwas stärker, als der enger gefasste Betrachtungszeitraum von fünf Schuljahren. Bei den verwendeten Schülerprognosen fließen sowohl die statistischen Angaben unseres Bürgeramts wie auch die jeweiligen Erfahrungen / Einschätzungen der einzelnen Schulen und Schulleitungen bzw. des Staatlichen Schulamts mit ein. Dem Staatlichen Schulamt in der Stadt Fürth sind wir auch wieder für die aktualisierte Fortschreibung der Schülerprognosen zu Dank verbunden.

 

Schülerprognosen (siehe Anlage): Betrachtungszeitraum beginnt mit dem Schuljahr 2019/2020 als Basisjahr und endet mit dem Schuljahr 2023/2024. (Die Tabelle selbst umfasst noch ein weiteres Schuljahr, außerhalb des Betrachtungszeitraums). Die Prognoseübersicht stellt den Stand im Oktober 2019 dar, im Laufe des Berichtzeitraums könnten sich hier noch zusätzliche Aktualisierungen ergeben.

 

Grundschulbereich (GS)

 

Die bereits in den Vorjahren festgestellte Klassenentwicklung setzt sich auch im Betrachtungszeitraum grundsätzlich weiter fort. Zumeist zeichnet sich eine Zunahme der Klassenzahl im Bereich max. 1-2- Klassen ab, soweit die bisherige Klassenzahl nicht ohnehin unverändert bleibt. Auffällig ist eine tendenzielle Steigerung von Klassenzahlen/ Schülerzahlen bei einigen Schulen:

 

GS Adalbert-Stifter: hier setzt sich der bereits in den Vorjahren abzeichnende Trend zu ansteigenden Klassenzahlen fort. Ging die Prognose vom November 2018 von einer Steigerung von 13 auf 16 Klassen aus, so weist die Prognose 2019 eine Steigerung von derzeit bereits 15 Klassen auf 17 Klassen im Betrachtungszeitraum aus.

 

Einen ähnlichen kontinuierlichen Anstieg verzeichnet die GS Farrnbachschule (Hummelstraße und Ligusterweg) von damals13 Klassen im Jahre 2016 /2017 auf prognostizierte 17 Klassen im Schuljahr 2023/24.

 

Im Bereich der GS Soldnerstraße scheint sich der im Vorjahr prognostizierte kontinuierliche Anstieg der Klassenzahlen schneller zu entwickeln, jedenfalls rechnet man nun in den folgenden beiden Schuljahren mit einem Anstieg von12 auf 15 Klassen, der auch im Schuljahr 2023/24 noch Bestand haben wird. 

 

Die GS Hans-Sachs-Straße steigt ebenfalls –wie auch schon 2018 prognostiziert- hinsichtlich der Klassenzahl auf 16 Klassen (gegenüber 14 in diesem Schuljahr).

 

Die GS Pestalozzistraße weist auch gegenüber der Vorjahresprognose einen weiteren leichten Zuwachs bei den Klassenzahlen auf. Ging man bisher von 16 Klassen am Ende des 5 Jahres-Zeitraums aus, so rechnet man jetzt mit 17 Klassen und einer weiteren leicht steigenden Tendenz für die Zukunft.

 

Bei den o.g. Schulen sind bereits planerische /bauliche Maßnahmen zur Erweiterung der dortigen Schulraumkapazitäten eingeleitet.

 

Mittelschulbereich (MS)

 

Im Bereich der Mittelschulen lässt sich – ebenfalls wie in den Vorjahren- keine auffällige Zunahme bei den Klassenzahlen gegenüber dem „Basis“ –Schuljahr 2019/2020 erkennen.

 

Der im Vorjahresbericht angesprochene Schülerrückgang an der MS Hans-Sachs-Straße (seit einigen Jahren nur 5 Klassen) hat sich durch die Zusammenlegung mit der (vormaligen) MS Seeackerstraße stabilisiert. Nach der Fusion weist die MS Hans-Sachs-Straße /Seeackerstraße insgesamt 11 Klassen auf. Es wird erwartet, dass diese Klassenzahl auch während des 5-Jahre Prognosezeitraums stabil bleibt oder noch um eine Klasse ansteigt.

 

Die höchsten Werte bei den Klassenzahlen weisen im Mittelschulbereich die folgenden Schulen auf: (Oktober 2019)

 

MS Kiderlinstraße                                    21 Klassen (Tendenz gleichbleibend)

MS Dr.-Gustav-Schickedanz-Schule       20 Klassen (Tendenz gleichbleibend)

MS Soldnerstraße                                    15 Klassen (Tendenz mittelfristig leicht steigend)

 

MS Otto-Seeling-Schule: bei Oktoberstatistik 2019 (Schuljahr 2019/2020) 2 Klassen mehr als ursprünglich im Vorjahres (2018) prognostiziert -14 statt 12- Klassen, Tendenz „einpendeln“ auf 13 Klassen während des Betrachtungszeitraums.

 

 

Entwicklungsperspektive: Für den Gesamtbereich (alle staatlichen GS und MS im Stadtbereich) weist die Prognose im Schuljahr 2023/24 einen zu erwartenden Anstieg von 823 Schüler*innen aus. Von 5897 im Basisjahr 2019/20 auf 6720 im Schuljahr 2023/24. (In der Prognose 2018 mit Basisjahr 2018/19 und damaliger Betrachtungszeitraum 2022/23 betrug der Anstieg 644 Schüler*innen).

Hinzu kommen im Betrachtungszeitraum voraussichtlich noch 13 zusätzliche Schüler*innen bei den beiden privaten Grundschulen im Stadtbereich (insgesamt hier Steigerung von 279 Schüler*innen auf 292 Schüler*innen)

 

Eine Tendenz zur deutlichen Abnahme bei Schüler*innenzahlen im jeweiligen 5-Jahres-Prognosezeitraum lässt sich demnach nicht erkennen. Es muss weiterhin mit zumindest stabil gleichbleibenden Schüler*innenzahlen gerechnet werden.

 

Die weiterhin allgemein zunehmende Situation der städtischen Bevölkerungsentwicklung und deutliche Fortschritte bei der Entwicklung vorhandener Neubaugebiete legt ebenfalls den Schluss nahe, dass in den nächsten Jahren eine deutliche Entspannung im Hinblick auf Schülerzahlen und damit verbundenen erforderlichen Schulraumkapazitäten nicht zu erwarten ist.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

x

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

x

nein

 

ja

     

 

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

 

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

 

Schülerprognose, Staatliches Schulamt, November 2019 mit Stand Oktober 2019