Parkraummanagement in Fürth am Beispiel des Parkraumkonzepts Hornschuchpromenade und Ausblick auf weitere Planungsprozesse

Betreff
Parkraummanagement in Fürth am Beispiel des Parkraumkonzepts Hornschuchpromenade und Ausblick auf weitere Planungsprozesse
Vorlage
SpA/0790/2020
Art
Beschlussvorlage - SB

  Der Vortrag des Gutachters und der Baureferentin diente zur Kenntnis.

 

Die dargestellten weiteren Verfahrensschritte sollen weiterverfolgt werden.

 

 

Parken in ganz Fürth, im Besonderen in der Innenstadt, ist eines der aktuellsten Themen der Verkehrspolitik. Bedingt durch eine stetig wachsende Anzahl an Einwohner, der immer größer werdenden Fahrzeuge, zusätzlicher Lieferverkehr und der steigenden Nutzung der begrenzten, vorhandenen Fläche durch andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, E-Scooter und Radfahrer wird der vorhandene Platz immer knapper werden. Zudem hat die Feuerwehr durch regelwidriges Parken vor allem im Bereich der Innenstadt, immer wieder Probleme im Kurvenbereich zu den Einsatzbereichen zu kommen.

 

Daher sollen im Zuge der Aufstellung eines Verkehrsentwicklungsplans (VEP), die folgenden verkehrlichen Untersuchungen durchgeführt werden:

 

  1. Parkraumanalyse und Parkraumkonzept

 

Es soll eine umfangreiche Parkraumanalyse und eine anschließende Erarbeitung eines Parkraumkonzeptes für die Innenstadt und optional für die Südstadt durchgeführt werden. Das Parkraumkonzept soll eine Schlüsselfunktion in der Steuerung der innerstädtischen Verkehrsflüsse einnehmen. Die Zielstellungen der Parkraumuntersuchung sind im Einzelnen:

 

       Räumliche und zeitlich differenzierte Ermittlung der Anzahl und Auslastung der Parkplätze in der Innenstadt

       Bestimmung der Anteile der verschiedenen Nutzergruppen (Kurzzeitparker, Langzeit-/ Dauerparker)

       Darstellung zusätzlicher Informationen zu Langzeit-, Dauerparkern und Anwohnerparken wie bspw., Parksuchzeit, Zahlungsbereitschaft für gesicherten Stellplatz usw.

       Empfehlung von Maßnahmen zur Reduktion des Parkdrucks und des Parksuchverkehrs, vor allem in der Innenstadt – ggf.  mit verschiedenen Szenarien

 

  1. City Logistik Konzept

 

Das City Logistik Konzept zielt darauf ab die städtischen Logistikprozesse der KEP Dienste (DHL, DPD, Hermes, UPS, GLS) dahingehend zu optimieren, dass die Distributionsverkehre stadtverträglicher abgewickelt werden können. Es soll geprüft werden, in wie weit eine wirtschaftliche Realisierung eines City Logistik Konzeptes mit klimaschonenden Kleinstfahrzeugen und Mikrodepots möglich ist. Sollte die Bereitschaft der KEP-Unternehmen zur freiwilligen Anwendung des Mikrodepot-Konzeptes nicht erkennbar sein, soll aufgezeigt werden, welche kommunalen Anreize, aber auch welche kommunale Restriktionen zur Implementierung eines Konzeptes mit klimaschonenden Kleinstfahrzeugen und Mikrodepots führen können.

 

  1. Ladzonenkonzept

 

Das Ladezonenkonzept wird auf Basis der Parkraumanalyse und iterativ mit dem City Logistik Konzept bearbeitet, da enge Wechselwirkungen zu erwarten sind. Ziel des Ladezonenkonzepts ist es die Notwendigkeit der Einrichtung von Ladezonen für Lieferverkehr in der Fürther Innenstadt und der Südstadt zu prüfen und zu lokalisieren. Es sollen Handlungsempfehlungen zur Ausweisung von Ladezonen erarbeitet werden. Diese sind für ausgewählte Straßenzüge dazustellen.

 

Die Ergebnisse der Arbeitsprogramme werden den öffentlichen Gremien vorgestellt.

 

Die Ausschreibung des Parkraumkonzepts ist erfolgt und soll in Kürze vergeben werden. Für das City Logistik und Ladezonenkonzept wurden Fördermittel beantragt. Nach Bewilligung dieser soll die Untersuchungen ausgeschrieben und bearbeitet werden. Die Bearbeitungstiefe ist maßgeblich von der Bewilligung der Förderung abhängig.

 

Die Präsentation der Parkraumanalyse und des Parkraumkonzepts der Hornschuchpromenade wurde dem BWA am 17.07.2019 (Vorlagennummer SpA/716/2019) vorgestellt und sollen dem WGA einen Einblick in die Vorgehensweise und die Erarbeitung von verkehrlichen parkraumbezogenen Fragestellungen aufzeigen. 

 

 

 Parkraumanalyse und Parkraumkonzept Hornschuchpromenade

 

Im Folgenden werden die Ergebnisse des Parkraumkonzepts der Hornschuchpromenade kurz zusammenfassend dargestellt. Weiterführende Informationen können der BWA-Vorlage SpA/716/2019 entnommen werden. (http://stadtrat.fuerth.de/vo0050.php?__kvonr=56029)

 

Nachdem zahlreiche Straßen in der zentralen Innenstadt saniert sind, rückt neben der Südstadt die östliche Innenstadt und damit das Gebiet zwischen der Freiheit und der Stadtgrenze in den kommenden Jahren zunehmend in den Blickpunkt der Stadtentwicklung.

 

Für die Umgestaltung der Hornschuchpromenade und der Aufwertung der „Grünen Lunge“ der Stadt ist zunächst die Realisierung des Parkhauses an der Gebhardtstraße zwingend erforderlich, um genügend Parkplätze zur Verfügung stellen zu können. Erst danach kann eine Umgestaltung der Hornschuchpromenade erfolgen, wobei für die öffentlichen Parkstände im Gebiet folgende Regelungen angestrebt werden sollten:

 

       Einheitliche Parkregelung

       Abschaffung aller kostenlosen Parkstände

       Öffentliche Parkstände teurer als Stellplätze in den Parkhäusern

       Keine Bewohnerparkausweise

       Regelmäßige Kontrollen der Bewirtschaftung

 

Die Parkraumbewirtschaftung ist erforderlich, um das knappe Gut „Parkraum“ durch Mehrfach-nutzung effektiver zu verwenden. Nur so wird es möglich, die berechtigten Interessen der Anwohner und Geschäftsleute nach standortnahem Parkraum zu berücksichtigen, indem Dauer- und Langzeitparker aus dem Straßenraum in das Parkhaus verlagert werden und so Platz für Kurzzeitparkplätze für Kunden, Besucher, Lieferanten sowie Anwohner zum Ein- und Ausladen zu schaffen.

 

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

X

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

X

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag: