Projekt "Sprachbrücke" im Schuljahr 2020/21

Betreff
Projekt "Sprachbrücke" im Schuljahr 2020/21
Vorlage
BB/0131/2020
Art
Beschlussvorlage - AL

Für den Ausschuss für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit:

Der Ausschuss stimmt der Fortführung des Angebotes „Sprachbrücke“ für Volks- und Förderschulen zu und empfiehlt dem Finanz- und Verwaltungsausschuss die erforderliche Ko-Finanzierung für das Schuljahr 2020/21 i.H.v. 10.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

 

Für den Finanz- und Verwaltungsausschuss:

Der Ausschuss stimmt der Fortführung des Angebotes „Sprachbrücke“ für Volks- und Förschulen zu und stellt die erforderliche Ko-Finanzierung i.H.v. 10.000 Euro für das Schuljahr 2020/21 zur Verfügung. Das Referat I soll zur Weiterleitung der Mittel einen entsprechenden Vertrag mit der ELAN GmbH abschließen.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 startete die ELAN GmbH das Angebot „Sprachbrücke“ für Volksschulen und Förderschulen im Stadtgebiet Fürth. Das Angebot wurde in Kooperation mit dem Bildungsbüro entwickelt und wird durch ein regionales Unternehmen finanziert, das eine Stiftung für wohltätige Zwecke gründen wollte. Nachdem sich die Gründung der Stiftung verzögerte, gingen die Mittel als Spende direkt an die ELAN GmbH, die sich bereit erklärt hatte, einen Übersetzungsdienst für Schulen aufzubauen, die regelmäßig auf Sprachbarrieren in der Elternarbeit stoßen, da sie überproportional viele neuzugewanderte Schüler/-innen haben. Die ELAN GmbH konnte dabei auf einen Stamm an ehrenamtlichen, muttersprachlichen Multiplikator/-innen aufbauen, der seit vielen einschlägigen Projekten gewachsen war (zuletzt Cafe Elli).

Die Sprachbegleiter/-innen der „Sprachbrücke“ erhalten eine Aufwandsentschädigung und sind keine Dolmetscher/-innen in einem offiziellen Sinn. Zu Koordination der Einsätze sowie zur Gewinnung und Pflege der Sprachbegleiter/-innen wurde im Rahmen des Projektes eine Viertel  Stelle bei der ELAN GmbH bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 finanziert.

 

Nach einer Vorstellung des Projektes im Januar 2020 im Ausschuss für Schule, Bildung und Sport wurde die ELAN GmbH gebeten, zu Projektende erneut zu berichten und Möglichkeiten einer Weiterführung zu erläutern.

Das beteiligte Unternehmen ist nun bereit, das Angebot für ein weiteres Schuljahr in Form einer privaten Spende zu unterstützen, allerdings nur noch zu 50%. Da bislang 20.000 Euro pro Jahr zur Verfügung standen, werden für die Fortführung des Angebotes im Schuljahr 2020/21 10.000 Euro an städtischer Ko-Finanzierung benötigt.

 

Gerade im Zuge der Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie ist im kommenden Schuljahr mit erheblichen Kollateralschäden im Bildungssystem zu rechnen. Schon jetzt ist deutlich, dass v.a. Sozial Benachteiligte und/oder Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern zu den größten Verlierern dieser Entwicklung gehören werden. Ein niedrigschwelliges Übersetzungsangebot für Volks- und Förderschulen wird daher im Schuljahr 2020/21 noch wichtiger sein, als vorher.

 

 

Näheres zum Angebot ist der Anlage sowie dem Vortrag im Ausschuss zu entnehmen.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

x

ja

Gesamtkosten

10.000

x

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

x

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

Bericht Sprachbrücke bis Mai 2020