Der Ausschuss für Bildung, Schule Sport und Gesundheit / der Ausschuss für Jugendhilfe und Jugendangelegenheiten / der Stadtrat nimmt den Bericht zur Kindertagesbetreuung in der Stadt Fürth zur Kenntnis. Die Verwaltung wird beauftragt,
· im Bereich der Tagespflege das Monitoring in Zusammenarbeit mit dem Familienbüro fortzusetzen,
- im Bereich der Kinderkrippen die Voraussetzungen für eine stadtübergreifende Elternbefragung inklusive eines möglichen Vorgehens und entstehender Kosten zu eruieren und den Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen,
- im Bereich der Kindergärten den Bestand weiterhin jährlich zu betrachten und für den Erhalt geeignete Sanierungsmaßnahmen den Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen,
- im Bereich der Grundschulkindbetreuung in Abstimmung mit der Schulentwicklungsplanung für den Ausbau der Grundschulkindbetreuung notwendige Projektvorschläge zu entwickeln und den Gremien vorzulegen, um die angestrebte Versorgungsquote von 92% der Kinder im Grundschulalter bis spätestens 2029 zu erreichen.
Der als Anlage beigefügte „Bericht zur Kindertagesbetreuung in der Stadt Fürth – Versorgung zum 31.12.2024, Perspektiven und planerische Herausforderungen bis 2027 und 2030“ dient der kommunalen Bedarfsplanung in der Kindertagesbetreuung.
In seinem ersten Abschnitt geht es um den Bestand an Einrichtungen und Plätzen und um die aktuelle Versorgung im Stadtgebiet:
Für den Bereich der unter Dreijährigen-Betreuung, also Kindertagespflege und -krippe, ist die angestrebte Versorgungsquote von 40,6% aller im Stadtgebiet lebenden unter Dreijährigen mit 38,5% im Jahr 2024 verhältnismäßig knapp nicht erreicht worden. Dies bezieht sich aber auf die potentiell zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze, also die Plätze laut Betriebserlaubnis. Tatsächlich lag die Versorgungsquote im Krippenbereich bei 34,4% und im Bereich der Tagespflege bei 4,1%. Gerade der Versorgungsgrad im Krippenbereich lag nur sehr knapp unter der angestrebten Versorgungsquote von 34,5%.
Für den Kindergartenbereich wurde 2024 ein Versorgungspotential von 97,7% erreicht. Tatsächlich betreut wurden 88,3% der im Stadtgebiet lebenden Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung.
Im Bereich der Grundschulkindbetreuung wurde eine tatsächliche Versorgung von 66,8% erreicht. Dazu tragen vor allem die Plätze in den schulischen Betreuungsformen bei. Dennoch gab es Schulsprengel, die eine besonders niedrige Versorgungsquote aufwiesen, vor allem die Grundschulsprengel Friedrich-Ebert-Straße, Pestalozzistraße, Rosenstraße und Schwabacher Straße.
Im zweiten Abschnitt geht es um die voraussichtlichen zukünftigen Bedarfe an Kindertagesbetreuung in den Jahren 2027 und 2030, hier vor allem für den Grundschulkindbereich.
Für den Krippenbereich lassen sich ohne kleinräumige Bevölkerungsprognose nur schwer Aussagen zur zukünftigen Versorgung treffen. Da eine Aktualisierung der kleinräumigen Bevölkerungsprognose kurz bevorsteht, wurde in diesem Bericht darauf verzichtet, auf die demnächst veralteten Prognosen einzugehen. Neuschaffungen von Krippenplätzen im Rahmen von Kita-Baumaßnahmen sind derzeit nicht geplant.
Für den Kindergartenbereich wird unter Berücksichtigung der bereits beschlossenen Kita-Baumaßnahmen in der Kapellen- und in der Poppenreuther Straße im Zusammenspiel mit der Geburtenentwicklung voraussichtlich Vollversorgung erreicht. Nicht in allen Teilen des Stadtgebietes kann den Familien ein fußläufig erreichbares Angebot gemacht werden, aber voraussichtlich in einer zumutbaren Entfernung.
Im Grundschulkindbereich sind aktuell nur in drei Grundschulsprengeln Kita-Baumaßnahmen beschlossen, bei denen Hortplätze neu geschaffen werden. Bei einer Baumaßnahme handelt es sich um den Ersatzneubau von Hort V in der Schwabacher Straße 291-293, bei dem nur in geringem Maße neue Plätze geschaffen werden. Dies begründet sich in erster Linie durch den geplanten Ausbau der schulischen Betreuungsplätze. Der Rechtsanspruch auf einen Grundschulkindbetreuungsplatz beginnt 2026 mit den ersten Klassen. Aktuell ist noch nicht absehbar, wie viele der geplanten Schulbaumaßnahmen und den damit einhergehenden Erweiterungen der schulischen Angebote bis zum Schuljahr 2029/2030 abgeschlossen sein werden. Die angestrebte Versorgungsquote von 92% wird wahrscheinlich nur in wenigen Sprengeln erreicht werden. Daher muss in Zusammenarbeit mit der Schulentwicklungsplanung erarbeitet werden, wie eventuelle Zwischenlösungen aussehen könnten, um die zu erwartenden Betreuungsbedarfe zu erfüllen.
Im dritten Abschnitt wird auf planerische Herausforderungen eingegangen.
Im Bereich der unter Dreijährigen-Betreuung scheinen aktuell nicht überall im Stadtgebiet Angebot und Nachfrage übereinzustimmen. Um hier Klarheit zu schaffen, wird eine stadtweite Elternbefragung aller Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren angestrebt. Da sich aktuell noch nicht abschätzen lässt, von welchem zeitlichen und finanziellen Rahmen auszugehen ist, wird die Verwaltung beauftragt, dies zu ermitteln und entsprechende Vorschläge in den Gremien vorzulegen.
Im Kindergartenbereich bestehen die Herausforderungen darin, dass zum einen der Bestand nicht nur weiterhin betrachtet, sondern auch erhalten werden muss. Dies bedeutet unter anderem, dass im Bereich Kita-Bau der Schwerpunkt auf der Sanierung von Bestandseinrichtungen liegen wird.
Eine andere Herausforderung ist weiterhin das Thema Inklusion. Hier strebt die Verwaltung weiterhin danach, nicht nur baulich durch Sanierungen gute Voraussetzungen zu schaffen, sondern Kitas und Träger auch inhaltlich zu unterstützen.
Im Grundschulkindbereich stellt vor allem die Sicherstellung einer bedarfsangemessenen Ferienbetreuung die Verwaltung vor Herausforderungen.
Im Anhang finden sich Übersichtstabellen zur aktuellen und voraussichtlichen Versorgung und Bedarfen, eine Übersicht, welche Kitas sich im Stadtgebiet in welchen Grundschulsprengeln befinden, eine Übersichtskarte zu den Grundschulsprengeln und ein Literaturverzeichnis.
Finanzierung:
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Finanzielle Auswirkungen |
jährliche Folgelasten |
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nein |
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Gesamtkosten |
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Veranschlagung im Haushalt
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Budget-Nr. |
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Vmhh |
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wenn nein,
Deckungsvorschlag: |
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Bericht zur Kindertagesbetreuung in der Stadt Fürth – Versorgung zum 31.12.2024, Perspektiven und planerische Herausforderungen bis 2027 und 2030
