Betreff
Schülerprognosen für die Grund- und Mittelschulen
Vorlage
SEP/0060/2025
Aktenzeichen
REf. 1/SchE
Art
Beschlussvorlage - SB
Referenzvorlage

Der Ausschuss für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit nimmt Kenntnis von den aktuellen Schülerprognosen für die Grund- und Mittelschulen.


Die Schülerprognosen des Staatlichen Schulamtes schreiben die Zahlen der in Fürth geborenen und hier gemeldeten Kinder jährlich mit der Oktoberstatistik jeweils für die kommenden fünf Schuljahre fort. Sie sind eine wichtige staatliche Zahlenquelle über die erwartete Entwicklung der Schülerzahlen.

Schülerprognose für die Grundschulen:

Staatliche Grundschulen:

Im Schuljahr 2025/26 stieg die Zahl der Grundschüler/-innen an den staatlichen Grundschulen in Fürth gegenüber dem Vorjahr erneut an. Die Zahl stieg von 4562 Kindern auf 4589 Kinder und ergibt ein Plus von 27 Kindern gegenüber dem Vorjahr.

Die Schülerzahl bleibt dabei mit 171 Schüler/-innen etwas unterhalb des im letzten Jahr für 2025/26 erwarteten Schüleranstieges.

Dieser Trend ist auch in den Folgejahren zu beobachten:

Einerseits steigt die Zahl der Schüler in den kommenden Jahren unverändert kontinuierlich an -von heute 4589 auf dann prognostizierte 4856 Grundschüler/-innen in 2029/30.

Andererseits wird aktuell erwartet, dass der Anstieg der Schülerzahlen etwas geringer ausfällt als dies noch im Jahr zuvor die Prognose war.

Nach der aktuellen Prognose wird nicht mehr erwartet, dass die Marke von 5000 Grundschüler/-innen an den staatlichen Grundschulen in den nächsten fünf Jahren erreicht oder überschritten wird.

Auch wenn die Zahl der Grundschüler/-innen an den staatlichen Grundschulen insgesamt etwas moderater steigen wird, steigt die Zahl der erwarteten Grundschulklassen in den kommenden Jahren wie erwartet an. Sie wird sich bis 2029/30 bei 210 Klassen einpendeln.

Das Schuljahr 2030/31 wird eine Trendwende bei den Schüler- und Klassenzahlen markieren, dies lassen die Prognosezahlen des Staatlichen Schulamtes vom Oktober 2025 erwarten.

Dass es sich um eine Trendwende handeln könnte, darauf deuten zusätzlich die unveröffentlichten Zahlen des Staatlichen Schulamtes für das Schuljahr 2031/32 hin.

Der weite Prognoseblick bis in dieses sog. 6. Schuljahr voraus gilt als besonders schwierig, da die Kinder für dieses Schuljahr teils noch nicht geboren sind.

Die Zahlen, die dadurch mit einer größeren Unsicherheit behaftet sind, werden deshalb nicht veröffentlicht.

Es ist aktuell folgende Feststellung möglich:

Erstmals wird sich im Schuljahr 2030/31 der Anstieg der Schüler- und Klassenzahlen nicht weiter fortsetzen. Es wird erstmals ein Rückgang der Schülerzahlen der staatlichen Grundschulen auf 4651 Schüler/-innen erwartet.

Auch die Zahl der Grundschulklassen wird erstmals deutlich abnehmen und auf dann 201 Klassen.

Im Vergleich zu der aktuellen Schülerzahl mit 4589 Schüler/-innen an den Grundschulen wird es dennoch im Schuljahr 2030/31 insgesamt 62 Schüler/-innen an den Grundschulen mehr geben als heute.

Fazit:

Dem Rückgang der Schüler- und Klassenzahlen in 2030/31 geht vorher zunächst noch der weitere Anstieg der Schüler- und Klassenzahlen in den nächsten vier Jahren voraus.

Von dem dann erreichten sehr hohen Niveau der Schülerzahlen der kommenden vier Jahre wird dann ein Rückgang erwartet.

Die Stadt Fürth wird deshalb, trotz der Erwartung der ab 2030/31 zurückgehender Schülerzahlen an den staatlichen Grundschulen, die nächsten Jahre noch viel mehr Schüler/-innen als heute mit Grundschulplätzen versorgen müssen!

Da zu den rein schulischen Plätzen zusätzlich auch die Versorgung mit Ganztagsplätzen ab 2026 gehört, ist die Versorgungsaufgabe mit Raum für Schulunterricht und Ganztag für die Stadt Fürth als Sachaufwandsträger der Grundschulen unverändert herausfordernd.

Die Schülerzahlen der GS Frauenstraße waren dabei in den Vorjahren vom Wachstum am stärksten betroffen. Dies ändert sich nicht.

Wie in den Vorjahren besuchen mit Abstand die meisten Kinder diese Grundschule in der Südstadt. In diesem Schuljahr sind es mit 570 Schüler/-innen, nochmals 13 mehr als ein Schuljahr zuvor.

Bis 2029/30 wird ein weiterer Anstieg auf 651 Schüler/-innen und der Anstieg auf 27 Klassen erwartet.

Es bleibt auch an der GS Frauenstr. die aktuelle Prognose hinter der des Vorjahres zurück. Vor einem Jahr waren noch 29 Klassen mit 716 Schülern/-innen bis 2029/30 erwartet worden.

Der erwartete Anstieg wird insofern aktuell etwas moderater erwartet, bleibt aber unverändert markant.

Private Grundschulen:

Die Schülerzahlen an den privaten Grundschulen sind stabil, sie ändern sich auch die nächsten Jahre nicht. Die Anzahl der Klassen verändert sich ebenfalls nicht.

Die wachsende Zahl der Grundschüler/-innen wird in den nächsten fünf Jahren an den öffentlichen Grundschulen ankommen.

Schülerprognose für die Mittelschulen:

Es werden aktuell etwas mehr Schüler/-innen in den Mittelschulen unterrichtet werden als im Vorjahr, es gibt in diesem Schuljahr ein leichtes Plus von 5 Schüler/-innen.

Die Erwartung auf stärker wachsende Schülerzahlen hält wie im Vorjahr für die nächsten fünf Jahre an. In 2030/31 werden nun sogar 2225 (bisher 2182) Schüler/-innen erwartet, das ist ein Zuwachs 43 Schüler/-innen zur bisherigen Prognose.

Gegenüber dem aktuellen Schuljahr werden es in fünf Jahren 292 Schüler/-innen mehr sein.

Dies ist bedeutsam, weil es unverändert zeigt, dass die Mittelschulen vom Anstieg der Schülerzahlen ebenfalls partizipieren werden.

Noch markanter ist allerdings der zukünftige Anstieg der Zahl der Mittelschulklassen:

Bereits dieses Schuljahr sind mit 104 Mittelschulklassen, wie im Vorjahr, erneut zwei Klassen mehr gebildet worden und es sind noch dazu zwei Klassen mehr, als im letzten Jahr prognostiziert waren.

Es wird erwartet, dass die Mittelschulklassen bis 2029/30 kontinuierlich auf bis zu 105 Klassen anwachsen werden.

Schülerprognose für die Grund- und Mittelschulen (staatlich und private Schulen) gesamt:

Im letzten Schuljahr wurde erwartet, dass die Gesamtschülerzahl für beide Schularten zusammen, zuzüglich der Schülerschaft an den drei privaten Grundschulen, in diesem Schuljahr erstmals die Marke von 7000 Schüler/-innen übersteigen wird.

Diese Erwartung traf nicht zu, statt der 7113 Schüler/-innen sind in diesem Schuljahr nur 6861 Schüler/-innen, also 262 weniger, in den Grund- und Mittelschulen angekommen.

Die Marke von 7000 Schüler/-innen wird dafür im nächsten Schuljahr deutlich überschritten werden. Der Anstieg wird dabei etwas niedriger sein, als im Vorjahr erwartet. Die Gesamtschülerzahlen werden aber bis auf weiteres über 7000 Schüler/-innen liegen.

 

Die Herausforderung für die Stadt Fürth als Sachaufwandsträger, die weiteren zusätzlichen Schüler/-innen angemessen mit einem Schulplatz zu versorgen, bleibt somit gewaltig.

 

Schülerzahlen der Schüler/-innen aus der Ukraine in den Grund- und Mittelschulen:

Der Anteil der Schüler/-innen als der Ukraine ist für die Schülergesamtzahlen wenig bedeutsam:

Zu Beginn des Schuljahres 2024/25 waren 133 Schüler/-innen in den Grundschulen und 210 Kinder in den Mittelschulen.

Zum 01.09.2025 waren 102 Schüler/-innen in den Grundschulen und 179 Schüler/-innen in den Mittelschulen gemeldet.

Schülerprognose für die Sonderpädagogischen Förderzentren:

Die Prognosezahlen für die zwei Sonderpädagogischen Förderzentren sollen nach dem Beschluss des ASBSG vom 16.11.2023 ab dem Schuljahr 2024/25 mit in die Übersicht aufgenommen und dem ASBSG vorgelegt werden.

Diesem Wunsch wird aus zwei Gründen nicht entsprochen:

 

  • Für die Förderzentren ist das Staatliche Schulamt nicht zuständig, insofern werden die Förderzentren auch zukünftig in der Übersicht des Staatlichen Schulamtes fehlen.
  • Für die Förderzentren werden Prognosen der Schülerzahlen anders als für die Grund- und -Mittelschulen durch die Regierung nicht erhoben.

Um einen Einblick in die Entwicklung der Schülerzahlen an den FÖZ-en zu geben, werden die aktuellen Schülerzahlen des jeweils neuen Schuljahres seit letztem Schuljahr In die Aufstellung der „Aktuellen Schülerzahlen im Schuljahr ....“ aufgenommen und dem ASBSG hierdurch bekannt gegeben.

 

Fazit aus den aktuellen Schülerprognosen des Staatlichen Schulamtes:

Die aktuelle Fortschreibung der Schülerprognosen durch das Staatliche Schulamt verdeutlicht erneut, dass die Umsetzung des Grundlagenkonzeptes zur Erweiterung und Sanierung der Grund- und Mittelschulen in Fürth sehr dringend ist.

Nur mit der zeitnahen baulichen Umsetzung der geplanten Erweiterung der Schulen und dem zeitnahen Neubau der MS Kiderlin kann passgenau zu den wachsenden Schülerzahlen ausreichend Schulraum zur Verfügung gestellt werden.

 

Die geplanten Raumprogramme und die Bauten dazu sind die wichtige Grundlage für die zukunftsgerichtete gute Bildung in modernen Schulgebäuden.


Finanzierung:

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

nein

ja

Gesamtkosten

     

nein

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

nein

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

Vwhh

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:


Schülerprognosen des Staatlichen Schulamtes für 2025/26 ff für die Grund- und Mittelschulen