Betreff
Projektvorhaben: Selbstverwalteter Jugendraum in der Oststadt
Vorlage
JgA/0759/2025
Art
Beschlussvorlage - SB

Der Ausschuss für Jugendhilfe und Jugendangelegenheiten nimmt die Ausführungen des potenziellen Trägers zur Kenntnis und empfiehlt die Einrichtung eines selbstverwalteten Jugendraumes in der Oststadt unter federführender Begleitung der kommunalen Jugendarbeit.

Der Punkt der Finanzierung wird in den Finanz- und Verwaltungsausschuss am 26.11.2025 verwiesen..


In der Fürther Oststadt besteht großes Interesse an der Etablierung eines selbstverwalteten Jugendraumes.

Projektbeschreibung:

Das Projekt geht direkt aus dem langjährigen Engagement der Schülerinnen und Schüler des HLG- Gymnasiums hervor, die aktuell – bedingt durch die Umbauphase ihrer Schule – einen erhöhten Bedarf an Aufenthalts- und Gestaltungsräumen haben. Das P-Seminar „nachhaltige Stadtentwicklung“ kam zu dem Ergebnis, dass junge Menschen in der Fürther Oststadt dringend eigene, flexibel nutzbare Räume zur Entfaltung und Begegnung benötigen, die über die Unterrichtszeiten hinaus nutzbar sind. Gesucht wird eine realistische, nachhaltige und partizipative Raum-Lösung um Selbstorganisation, Verantwortungsübernahme und Gemeinschaftsgefühl der jungen Menschen zu fördern. Die dazugehörige Power- Point Präsentation ist im Anhang.

 Gleichzeitig schließt der neue Jugendraum eine bestehende Lücke: Seit der Schließung des Jugendtreff „Downstairs“ fehlt in der Oststadt ein fester Anlaufpunkt für Jugendliche. Aktuell wird diese Lücke durch mobile bzw. projektbezogene Angebote der Abteilung Jugendarbeit/JMZ Connect überbrückt.

Mit dem neuen Jugendraum kann eine dauerhafte Lösung anvisiert werden, die schrittweise etabliert werden kann:

Der Spiegelfabrik e.V. übernimmt eine tragende Rolle in der Entwicklungsphase und baut hierzu im Rahmen des Koordinierten Stadtteilnetzwerkes Oststadt den Bereich der Jugendarbeit aus. Vorgesehen ist die Aufstockung einer pädagogischen Fachkraft um eine halbe Stelle zur fachlichen Begleitung des Projekts. Der Verein kann sich vorstellen, das Projekt baldmöglichst zu übernehmen und die partizipative Entwicklung und Etablierung eines Schülertreffs, in Zusammenarbeit mit den Schulen (Helene-Lange Gymnasium, Leopold- Ullstein Realschule, Mittelschule Otto-Seeling) vor Ort, voranzutreiben und zu betreuen. Entsprechende Kooperationsbeziehungen bestehen bereits.

Längerfristig ist die Übergabe des Jugendraums an einen etablierten freien Träger der Jugendarbeit denkbar und eine konzeptionelle Ausrichtung am geplanten „Jugendkulturzentrum Lokschuppen“ vorgesehen.

Ein großer Vorteil des Vorhabens liegt in der Nutzung bereits vorhandener Strukturen, um dieses neue Angebot aufzubauen und zukünftig die Lücke in der Versorgung mit Jugendarbeit in der Oststadt zu schließen.

Aktuell laufen zwei vielversprechende Sondierungen für mögliche Räume, die vorerst genutzt werden könnten und dem Bedarf der Jugendlichen entgegenkommen. Deren Lage im Nahraum des Schulzentrums ist für die geplante Nutzung Voraussetzung. Beide Liegenschaften sind um die 95 qm groß, verfügen über jeweils drei Räume sowie zwei Toiletten.

Die kalkulierten Kosten betragen für die Jahre 2026-2027 durchschnittlich rund 45.000 Euro Personal- und Sachkosten. Für mögliche Folgejahre wäre auf Basis der Lohnsteigerungs- und Inflationsraten der Zuschuss anzuheben. Die Miete liegt laut der Kostenkalkulation im Anhang zwischen 7.200 Euro und 10.800 Euro pro Jahr. Nachdem die Sondierungsgespräche des potenziellen Trägers noch nicht abgeschlossen sind, wird zur Darstellung der finanziellen Auswirkungen in der Tabelle mit dem höheren Betrag von 10.800 Euro gearbeitet.  Im Etablierungsjahr werden zusätzlich einmalig 15.000 Euro für Anschaffungen benötigt. Kosten für Aktionen und Workshops sollen über Förderprogramme oder Spenden eingeworben werden.

Kostenart

2026

2027

Gesamt

Durschnitt

Personalkosten

35.710 Euro

39.700 Euro

75.410 Euro

37.705 Euro

Sachkosten

  6.900 Euro

  7.168 Euro

14.068 Euro

7.034 Euro

Miete

10.800 Euro

10.800 Euro

21.600 Euro

10.800 Euro

Jährl. Gesamtkosten

53.410 Euro

57.668 Euro

111.078 Euro

55.539 Euro

abzügl. Zuschuss JA

19.200 Euro

19.200 Euro

38.400 Euro

19.200 Euro

Förderbedarf

34.210 Euro

38.468 Euro

72.678 Euro

36.339 Euro

Budget für Anschaffungen

15.000 Euro

Gesamtkosten

49.210 Euro

38.468 Euro

87.678 Euro

43.839 Euro

Das Projekt „Jugendraum“ ist eine Investition in Beteiligung, Teilhabe und nachhaltige Stadtteilarbeit mit direktem Ursprung und Wirkung im Lebens- und Wohnumfeld der Jugendlichen der Oststadt. Es soll die Partizipation junger Menschen fördern, indem es ihnen Raum für Treffen, Lernen, Kreativität und Eigenverantwortung bietet. Die Kommunale Jugendarbeit stellt hierfür den bereits vorhandenen Zuschuss für Jugendarbeit in der Oststadt in Höhe von 19.200 Euro pro Jahr für die zweijährige Etablierungsphase zur Verfügung und bleibt im Rahmen der Gesamtplanungsverantwortung der Kommune (§79 und §11 SGB VIII) begleitend eingebunden.  Über den weiteren Projektverlauf wird im AJJ berichtet.

Finanzielle Auswirkungen:

50.000 Euro für 2026, davon einmalig: 15.000 Euro und

40.000 Euro für 2027


Finanzierung:

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

nein

x

ja

Gesamtkosten

Siehe Sachverhalt

nein

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

nein

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

Vwhh

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:


- Vorstellung Container-Konzept

- Kostenkalkulation Spiegelfabrik e.V.