Der Ausschuss für Jugendhilfe und Jugendangelegenheiten nimmt die Ausführungen des potenziellen Trägers zur Kenntnis und empfiehlt die Einrichtung eines selbstverwalteten Jugendraumes in der Oststadt unter federführender Begleitung der kommunalen Jugendarbeit.
Der Punkt der Finanzierung wird in den Finanz- und Verwaltungsausschuss am 26.11.2025 verwiesen..
In der Fürther Oststadt besteht großes Interesse an der
Etablierung eines selbstverwalteten Jugendraumes.
Projektbeschreibung:
Das Projekt geht direkt aus
dem langjährigen Engagement der Schülerinnen und Schüler des HLG- Gymnasiums
hervor, die aktuell – bedingt durch die Umbauphase ihrer Schule – einen
erhöhten Bedarf an Aufenthalts- und Gestaltungsräumen haben. Das P-Seminar
„nachhaltige Stadtentwicklung“ kam zu dem Ergebnis, dass junge Menschen in der
Fürther Oststadt dringend eigene, flexibel nutzbare Räume zur Entfaltung und
Begegnung benötigen, die über die Unterrichtszeiten hinaus nutzbar sind.
Gesucht wird eine realistische, nachhaltige und partizipative Raum-Lösung um
Selbstorganisation, Verantwortungsübernahme und Gemeinschaftsgefühl der jungen
Menschen zu fördern. Die dazugehörige Power- Point Präsentation ist im Anhang.
Gleichzeitig schließt der neue Jugendraum eine
bestehende Lücke: Seit der Schließung des Jugendtreff „Downstairs“ fehlt in der
Oststadt ein fester Anlaufpunkt für Jugendliche. Aktuell wird diese Lücke durch
mobile bzw. projektbezogene Angebote der Abteilung Jugendarbeit/JMZ Connect
überbrückt.
Mit dem neuen
Jugendraum kann eine dauerhafte Lösung anvisiert werden, die schrittweise
etabliert werden kann:
Der Spiegelfabrik
e.V. übernimmt eine tragende Rolle in der Entwicklungsphase und baut hierzu im
Rahmen des Koordinierten Stadtteilnetzwerkes Oststadt den Bereich der
Jugendarbeit aus. Vorgesehen ist die Aufstockung einer pädagogischen Fachkraft
um eine halbe Stelle zur fachlichen Begleitung des Projekts. Der Verein kann
sich vorstellen, das Projekt baldmöglichst zu übernehmen und die partizipative
Entwicklung und Etablierung eines
Schülertreffs, in Zusammenarbeit mit den Schulen (Helene-Lange
Gymnasium, Leopold- Ullstein Realschule, Mittelschule Otto-Seeling) vor Ort,
voranzutreiben und zu betreuen. Entsprechende Kooperationsbeziehungen bestehen
bereits.
Längerfristig ist die Übergabe
des Jugendraums an einen etablierten freien Träger der Jugendarbeit denkbar und
eine konzeptionelle Ausrichtung am geplanten „Jugendkulturzentrum Lokschuppen“
vorgesehen.
Ein großer Vorteil des
Vorhabens liegt in der Nutzung bereits vorhandener Strukturen, um dieses neue
Angebot aufzubauen und zukünftig die Lücke in der Versorgung mit Jugendarbeit
in der Oststadt zu schließen.
Aktuell laufen zwei
vielversprechende Sondierungen für mögliche Räume, die vorerst genutzt werden
könnten und dem Bedarf der Jugendlichen entgegenkommen. Deren Lage im Nahraum
des Schulzentrums ist für die geplante Nutzung Voraussetzung. Beide Liegenschaften
sind um die 95 qm groß, verfügen über jeweils drei Räume sowie zwei Toiletten.
Die kalkulierten Kosten
betragen für die Jahre 2026-2027 durchschnittlich rund 45.000 Euro Personal-
und Sachkosten. Für mögliche Folgejahre wäre auf Basis der Lohnsteigerungs- und
Inflationsraten der Zuschuss anzuheben. Die Miete liegt laut der Kostenkalkulation
im Anhang zwischen 7.200 Euro und 10.800 Euro pro Jahr. Nachdem die
Sondierungsgespräche des potenziellen Trägers noch nicht abgeschlossen sind,
wird zur Darstellung der finanziellen Auswirkungen in der Tabelle mit dem
höheren Betrag von 10.800 Euro gearbeitet.
Im Etablierungsjahr werden zusätzlich einmalig 15.000 Euro für
Anschaffungen benötigt. Kosten für Aktionen und Workshops sollen über
Förderprogramme oder Spenden eingeworben werden.
|
Kostenart |
2026 |
2027 |
Gesamt |
Durschnitt |
|
Personalkosten |
35.710 Euro |
39.700 Euro |
75.410 Euro |
37.705 Euro |
|
Sachkosten |
6.900 Euro |
7.168 Euro |
14.068 Euro |
7.034 Euro |
|
Miete |
10.800 Euro |
10.800 Euro |
21.600 Euro |
10.800 Euro |
|
Jährl. Gesamtkosten |
53.410 Euro |
57.668 Euro |
111.078 Euro |
55.539 Euro |
|
abzügl. Zuschuss JA |
19.200 Euro |
19.200 Euro |
38.400 Euro |
19.200 Euro |
|
Förderbedarf |
34.210 Euro |
38.468 Euro |
72.678 Euro |
36.339 Euro |
|
Budget für Anschaffungen |
15.000 Euro |
|
|
|
|
Gesamtkosten |
49.210 Euro |
38.468 Euro |
87.678 Euro |
43.839 Euro |
Das Projekt „Jugendraum“ ist
eine Investition in Beteiligung, Teilhabe und nachhaltige Stadtteilarbeit mit
direktem Ursprung und Wirkung im Lebens- und Wohnumfeld der Jugendlichen der
Oststadt. Es soll die Partizipation junger Menschen fördern, indem es ihnen
Raum für Treffen, Lernen, Kreativität und Eigenverantwortung bietet. Die
Kommunale Jugendarbeit stellt hierfür den bereits vorhandenen Zuschuss für
Jugendarbeit in der Oststadt in Höhe von 19.200 Euro pro Jahr für die
zweijährige Etablierungsphase zur Verfügung und bleibt im Rahmen der
Gesamtplanungsverantwortung der Kommune (§79 und §11 SGB VIII) begleitend
eingebunden. Über den weiteren
Projektverlauf wird im AJJ berichtet.
Finanzielle
Auswirkungen:
50.000 Euro für 2026, davon einmalig:
15.000 Euro und
40.000 Euro für 2027
Finanzierung:
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Finanzielle Auswirkungen |
jährliche Folgelasten |
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|
|
|
nein |
x |
ja |
Gesamtkosten |
Siehe
Sachverhalt |
|
nein |
|
ja |
€ |
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Veranschlagung im Haushalt
|
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|
|
|
nein |
|
ja |
Hst. |
Budget-Nr. |
im |
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Vwhh |
|
Vmhh |
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|
wenn nein,
Deckungsvorschlag: |
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- Vorstellung Container-Konzept
- Kostenkalkulation Spiegelfabrik e.V.
