Betreff
Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke - Bericht zum Jahr 2025
Vorlage
OA/0700/2026
Aktenzeichen
III/OA
Art
Beschlussvorlage - AL
Referenzvorlage

Entfällt, da Kenntnisnahme


Mit diesem Bericht soll ein Überblick über die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke und die Entwicklung der Population im Jahr 2025 gegeben werden.

Nachdem die bisherigen Bemühungen, die Population der Asiatischen Tigermücke zu eliminieren nicht erfolgreich waren, wurde die Bekämpfungsstrategie im vergangenen Jahr modifiziert. Während das Monitoring im bisherigen Umfang weitergeführt wurde, beschränkte sich die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke nur noch auf den öffentlichen Bereich innerhalb des Befallsgebietes mit dem Ziel, eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Verstärkt wurde hingegen die Öffentlichkeitsarbeit, um die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und zu befähigen, selbst geeignete Vermeidungs- und Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen.

Zentraler Punkt, der nachfolgend kurz ausgeführt wird, ist insoweit die Vermeidung von Brutstätten. Die Asiatische Tigermücke ist ein sogen. „Container-Brüter“, d.h. sie kann selbst in kleinsten Wasseransammlungen wie Blumenvasen, Untersetzern, Vogeltränken oder verstopften Regenrinnen ihre Nachkommen entwickeln. Dafür klebt sie ihre schwarzen Eier oberhalb der Wasseroberfläche fest. Die Larven schlüpfen kurz nachdem sie durch einen steigenden Wasserspiegel mit Wasser in Berührung kommen. Die Eier sind sehr unempfindlich gegen Trockenheit und Kälte. Selbst nach Monaten der Trockenheit oder nach dem Winter können daraus Larven schlüpfen.

Wichtig ist daher, diese potentiellen Brutstätten im Blick zu behalten und regelmäßig zu beseitigen. Eine wöchentliche restlose Entleerung wasserhaltiger Gefäße sowie möglichst auch das Abwischen der Innenwände gewährleistet, dass es zu keiner Vermehrung der Asiatischen Tigermücke kommen kann. Wichtig dabei ist: Wenn solche Gefäße ausgewaschen werden, darf das Wasser nicht in die Kanalisation gegeben werden, da dies den Befall nur verfrachten würde. Wird das Wasser hingegen auf die nächste Grasfläche gegeben, ist die weitere Entwicklung der Asiatischen Tigermücke gestoppt. Die Wischtücher sollen anschließend nicht mehr verwendet, sondern über den Restmüll entsorgt werden.

Zur Situation in 2025:

Bekämpfung und Monitoring der Asiatischen Tigermücke wurden ausgeschrieben und erneut durch die Firmen apc AG, Nürnberg (Bekämpfung) und Biogents AG, Regensburg (Monitoring) durchgeführt.

Wesentliche Bekämpfungsmaßnahmen der Fa. apc AG:

-       Betrieb von 150 Fallen (sogen. BG-GATs) und regelmäßiger Austausch der Sticky-Cards (alle 2 bzw. 4 Wochen)

-       Behandlung des Abwassersystems und der Sinkkästen mit BTI (ein Biozid, das spezifisch gegen die Asiatische Tigermücke wirkt)

-       Verteilung von BG-GAT-Fallen, Regentonnennetzen und Culinex-Tabs an interessierte (Klein-)Gartenbesitzer

-       Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit (Tür-zu-Tür Gespräche, Durchführung mehrerer Informationsveranstaltungen sowie eines Webinars, Infostände)

-       Fortlaufende Dokumentation

Die Bekämpfungsmaßnahmen wurden von April bis Oktober durchgeführt. Die Auswertung der Fallen hat gezeigt, dass absolut betrachtet deutlich weniger Tigermücken gefangen wurden als im Jahr 2024. Die relative Belastung (Tigermücken pro Falle) zeigte sich jedoch nur geringfügig niedriger als in 2024. Obgleich diese Feststellungen wegen einer deutlich unterschiedlichen Anzahl an eingesetzten Fallen und variierender Aufstellungsorte und Beobachtungszeiträume wissenschaftlich nicht exakt zu vergleichen sind, kann die Tendenz abgeleitet werden, dass trotz der reduzierten Bekämpfungsmaßnahmen 2025 eine tendenziell geringere Populationsdichte zu beobachten war. Dieser Effekt ist sicherlich auch auf die Wetterverhältnisse des Jahres 2025 zurückzuführen, die mit niedrigeren Temperaturen und geringeren Niederschlägen zu einer verlängerten Entwicklungszeit der Larven und damit weniger Tigermückengenerationen im Jahresverlauf geführt haben.

Das Monitoring hat diese Feststellungen grundsätzlich bestätigt. Erfreulich ist, dass gerade in den Kleingartenanlagen Süd 1 und Süd 2 trotz der dort eingestellten behördlichen Bekämpfungsmaßnahmen eine niedrige Populationsdichte der Asiatischen Tigermücke festgestellt werden konnte. Dies belegt eindrücklich, dass neben allen behördlichen Bemühungen eine aktive Mitwirkung der Bevölkerung den Schlüssel für eine wirksame Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke darstellt.

Diese Entwicklung soll im Jahr 2026 fortgesetzt werden, die Vergabe von Bekämpfung und Monitoring steht kurz bevor. Neben einem erneut reduzierten Umfang der Bekämpfung soll in diesem Jahr die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausgebaut werden.


Finanzierung:

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

nein

ja

Gesamtkosten

     

nein

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

nein

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

Vwhh

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:


Bericht zum Monitoring 2025