Betreff
Radschnellverbindung Fürth-Erlangen | Beschluss zur Erstellung der Vorplanung
Vorlage
SpA/1324/2026
Art
Beschlussvorlage - SB

1.       Die Vorträge des Gutachterbüros INOVAPLAN und der Verwaltung dienen zur Kenntnis.

2.       Die Verwaltung wird beauftragt, für die Vorzugsvariante der Radschnellverbindung Fürth – Erlangen gemäß Anlage 2 eine Vorplanung zu erstellen und diese mit der Nachbarstadt Erlangen an der Übergabestelle Stadtgrenze entsprechend abzustimmen.

3.       Bei der Vorplanung sind beide Untervarianten der Vorzugsvariante im südlichen Planungsabschnitt zu bearbeiten. Hierbei ist eine Abwägung auszuarbeiten, welche dieser Untervarianten im Rahmen des Vorplanungsbeschlusses priorisiert weiterverfolgt werden soll. 

4.       Die Vorplanung ist dem Bau- und Werkausschuss anschließend zum Beschluss vorzulegen


Ausgangslage:

Bereits 2017 wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie (MBS) „Radschnellverbindungen Nürnberg – Fürth – Erlangen – Herzogenaurach – Schwabach und umgebende Landkreise“ für die Verbindung zwischen Fürth und Erlangen auf der Strecke im Regnitztal bis zu 5.000 Radfahrer und Radfahrerinnen pro Tag prognostiziert. Derzeit werden dort an Spitzentagen schon bis zu 4.000 Radfahrende erfasst (Zählsäule Bremenstaller Brücke).

Ein weiteres Gutachten zum Metropolradweg entlang des Main-Donau-Kanals von 2023 untersuchte ebenfalls Möglichkeiten einer Radschnellverbindung zwischen den Städten Fürth und Erlangen.

Machbarkeitsstudie Radschnellverbindung Fürth-Erlangen

Auf Grundlage dieser bestehenden Untersuchungen wurde eine MBS erstellt, die insbesondere für den Alltags- und Pendelverkehr zwischen Fürth und Erlangen eine qualitativ hochwertige Radverbindung entwickelt.

Die MBS wird durch Zuwendungen nach dem Sonderprogramm "Radoffensive Klimaland Bayern" mit 80% gefördert. Gesucht wurde eine möglichst direkte und realisierbare Routenführung unter vier möglichen Varianten (Anlage 1). Das nun vorliegenden Gutachten „Machbarkeitsstudie Radverbindung Erlangen–Fürth“ (Anlage 4) zeigt eine Vorzugsvariante (Anlage 2) mit Untervarianten im südlichen Trassenverlauf auf, die durch die Verwaltung in Form einer Vorplanung mit Berücksichtigung der Knotenpunkte (vgl. Anlage 3) weiter konkretisiert werden soll.

Sowohl für die Planung als auch für die Umsetzung sollen Fördermittel beantragt werden. Derzeit erscheint eine Antragstellung für Planungskosten über die Radoffensive Klimaland Bayern und das Sonderprogramm „Stadt und Land“ möglich und für Infrastruktur über das Sonderprogramm „Stadt und Land“. Die Fördermöglichkeiten werden von der Verwaltung zu geprüft.

Kosten und Umsetzung

Gemäß Machbarkeitsstudie entstehen für die Stadt Fürth für die Umsetzung der Maßnahmen mit Preisstand 2026 je nach Variante Kosten von bis zu 27,7 Mio. € inkl. Herstellung einer begleitenden Fußverkehrsinfrastruktur (vgl. Anlage 4, S. 31), die mit Fördersätzen von bis zu 90% gefördert werden können. Die Beantragung der Fördermittel erfolgt zu gegebener Zeit im Zuge der weiteren Planung. Eine präzisere Kostenangabe wird dem Ausschuss mit dem Vorplanungsbeschluss vorgelegt.

Es muss auf Grund der personellen und finanziellen Ressourcen davon ausgegangen werden, dass die Umsetzung der Maßnahme in Abschnitten erfolgen wird.  

Weiteres Vorgehen

Nach erfolgtem Beschluss wird die Verwaltung die Vorplanung für die Vorzugsvariante durchführen und dem Ausschuss nach Fertigstellung zum Beschluss vorlegen.


Finanzierung:

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

nein

X

ja

Gesamtkosten

Abh. von Fördermittelbereitstellung

x

nein

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

nein

x

ja

Hst. 6100.65555900

Budget-Nr.      

im

x

Vwhh

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:


Anlage 1_Streckenvarianten_A4.pdf

Anlage 2_Vorzugsvariante_A4.pdf

Anlage 3_Knoten_A4.pdf

Anlage 4_MBS_ErlangenFürth_Bericht.pdf