Das Zentrale Innenstadtmanagement (ZIM) wird beauftragt,
1. die organisatorische Abwicklung des bestehenden Gutscheinsystems („Fürth-Scheck“) weiterhin verlässlich sicherzustellen,
2. noch anfallende Aufgaben im Zusammenhang mit dem bisherigen Stadtmarketing im er- forderlichen Umfang wahrzunehmen und strukturiert abzubilden (u.a. Plakatierung),
3. die Einführung eines neuen transparenten & digitalen City-Gutscheinsystems (aktueller Arbeitstitel „CITYMACHERCARD“) vorzubereiten,
3.1. eine Markterkundung durchzuführen und geeignete Anbieter transparent zu prüfen sowie Angebote einzuholen,
3.2. die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen nachvollziehbar zu klären und die Vergabe eines geeigneten Systems vorzubereiten,
3.3. die organisatorische und steuerliche Struktur für den Betrieb des Gutscheinsys- tems zu prüfen, insbesondere die Einrichtung eines Betriebs gewerblicher Art (BgA) sowie mögliche alternative Trägermodelle,
3.4. ein konkretes, tragfähiges Umsetzungs- und Finanzierungsmodell zu erarbeiten
4. und die Ergebnisse dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.
Anlass
Die Stärkung der lokalen Wirtschaft sowie die Erhöhung der Kaufkraftbindung in der Fürther Innenstadt stellen zentrale Ziele des Wirtschaftsreferates dar.
Das bestehende Gutscheinsystem („Fürth-Scheck“) besteht weiterhin, wird jedoch faktisch kaum noch genutzt, da die Akzeptanz nahezu vollständig entfallen ist und das Vertrauen nicht zurückgewonnen werden konnte.
In seiner bisherigen Form ist das System weder tragfähig noch zeitgemäß und wirtschaftlich nicht nachhaltig betreibbar.
Ein modernes Gutscheinsystem ist daher erforderlich, um Kaufkraft in der Stadt zu halten und den lokalen Einzelhandel, insbesondere mit Blick auf das nächste Weihnachtsgeschäft, zu unterstützen.
Bestehendes
Gutscheinsystem sowie Sicherstellung laufender Aufgaben und Entwicklung einer
Nachfolgelösung
Seit August 2025 übernimmt das Zentrale Innenstadtmanagement (ZIM) unbürokratisch Aufgaben im Zusammenhang mit dem bestehenden Gutscheinsystem („Fürth-Scheck“) sowie ergänzend Aufgabenbereiche im Umfeld des Stadtmarketings.
Hierzu zählen insbesondere:
•
die organisatorische Begleitung des
Gutscheinsystems in Abstimmung mit der Sparkasse Fürth,
• die Bearbeitung von Bürgeranfragen sowie Anfragen von teilnehmenden Betrieben,
• die Koordinierung von Rückfragen, Restbearbeitungen sowie der organisatorischen Zahlungsabwicklung,
• sowie operative Aufgaben im Bereich Kommunikation, Organisation und Stadtmarketing (u. a. verkaufsoffene Sonntage, Koordinierung von sonstigen Betroffenen).
Im Bereich des Gutscheinsystems besteht ein täglicher Bearbeitungsbedarf, insbesondere aufgrund zahlreicher Bürgeranfragen sowie Rückfragen von teilnehmenden Betrieben.
Mit Wegfall der bisherigen Unterstützung durch die Sparkasse Fürth ab Mitte Juni 2026 kommen weitere Aufgaben, insbesondere im Bereich der Zahlungsabwicklung, hinzu. Seit Ende April 2026 wurden zudem Aufgaben im Bereich der Plakatierung übernommen.
Die Aufgabenbereiche innerhalb des ZIM werden derzeit organisatorisch neu strukturiert; die neu hinzugekommenen Aufgaben werden hierbei entsprechend berücksichtigt. Für die Übergangszeit wird aktuell geprüft, inwieweit kurzfristige verwaltungsinterne Unterstützung ermöglicht werden kann.
Zielsetzung
Ziel ist die Einführung eines modernen, digitalen City-Gutscheinsystems, das:
•
die Kaufkraftbindung in Fürth stärkt,
•
die Attraktivität der Innenstadt erhöht,
• den lokalen Handel sowie Dienstleister unterstützt,
• insbesondere auch als Arbeitgeber-Gutschein eingesetzt werden kann,
• durch eine klare, transparente und verlässliche Struktur getragen wird,
• und langfristig wirtschaftlich stabil sowie möglichst gewinnbringend betrieben werden kann.
Ein Start des Systems ist – soweit möglich – vor dem Weihnachtsgeschäft vorgesehen.
Ausgangssituation
und Rahmenbedingungen
Digitale Gutscheinsysteme werden in der Regel durch spezialisierte Anbieter betrieben, die die technische Infrastruktur sowie Abrechnung und Verwaltung bereitstellen.
Für eine tragfähige und nachvollziehbare Umsetzung sind
insbesondere folgende Punkte zu klären:
• Auswahl eines geeigneten und leistungsfähigen Anbieters,
• organisatorische Trägerschaft des Systems,
• steuerliche Einordnung bei Betrieb durch die Stadt (BgA),
• sowie die vergaberechtliche Einordnung der Systembeschaffung.
Finanzierung und
Modellansatz
Aus Sicht von ZIM erscheint ein Mischmodell als zielführend, das Elemente aus städtischer Anschubfinanzierung, Beteiligung der teilnehmenden Händler sowie Einbindung von Sponsoringpartnern kombiniert.
Die konkrete Ausgestaltung wird auf Basis der Markterkundung
sowie weiterer Abstimmungen entwickelt und soll nachvollziehbar und für alle
Beteiligten transparent ausgestaltet werden.
Weiteres Vorgehen
Zur Vorbereitung der Einführung des neuen Gutscheinsystems sind folgende Schritte vorgesehen:
•
Durchführung einer strukturierten Markterkundung
und Prüfung geeigneter Anbieter,
•
Klärung der rechtlichen und organisatorischen
Rahmenbedingungen,
• Abstimmung mit potenziellen Partnern (z. B. Arbeitgeber, Sponsoren),
• Erarbeitung eines klar definierten Umsetzungs- und Finanzierungsmodells.
Auf dieser Grundlage wird dem Stadtrat zeitnah eine Beschlussvorlage zur finalen Entscheidung vorgelegt.
Bewertung
Die Einführung eines digitalen Gutscheinsystems stellt insbesondere in der heutigen Zeit ein notwendiges Instrument zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und der Attraktivität der Fürther Innenstadt dar. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen ist dabei insbesondere die Wiederherstellung von Transparenz und Vertrauen in das Gutscheinsystem von zentraler Bedeutung.
Ziel der Neuausrichtung ist:
• die Schaffung transparenter und nachvollziehbarer Strukturen,
• eine verlässliche und klar geregelte Abwicklung,
• sowie die breite Einbindung relevanter Akteure, insbesondere von Filialunternehmen und Arbeitgebern.
Damit soll die Akzeptanz des Systems gestärkt und eine langfristig tragfähige Grundlage geschaffen werden.
Zugleich ist es Ziel, das System wirtschaftlich stabil und möglichst kostendeckend zu betreiben sowie perspektivisch positive Erträge für die Weiterentwicklung des Stadtmarketings zu generieren.
Finanzierung:
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Finanzielle Auswirkungen |
jährliche Folgelasten |
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x |
nein |
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ja |
Gesamtkosten |
€ |
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nein |
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ja |
€ |
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Veranschlagung im Haushalt
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nein |
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ja |
Hst. |
Budget-Nr. |
im |
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Vwhh |
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Vmhh |
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wenn nein,
Deckungsvorschlag: |
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