Für den Finanz- und Verwaltungsausschuss:
Der Finanz- und Verwaltungsausschuss nimmt von dem aktuellen baulichen und technischen Zustand des Jugendbads Burgfarrnbach und der Entwicklung der Besuchszahlen, der Betriebskosten sowie des sportfachlichen Bedarfs Kenntnis. Er beschließt die dauerhafte Betriebseinstellung des Jugendbads Burgfarrnbach und beauftragt die Verwaltung, ein Konzept zur Nachnutzung des Geländes zu erarbeiten.
Für den Ausschuss für Schule, Bildung, Sport und
Gesundheit:
Der Ausschuss für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit nimmt von dem aktuellen baulichen und technischen Zustand des Jugendbads Burgfarrnbach, der Entwicklung der Besuchszahlen, der Betriebskosten und des sportfachlichen Bedarfs sowie der dauerhaften Betriebseinstellung des Jugendbads Burgfarrnbach Kenntnis.
Ausgangssituation:
Das Jugendbad Burgfarrnbach wird seit rund 60 Jahren als saisonales
Freibad in der Zeit von Mai bis September betrieben und fungiert als
ergänzendes Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche im Stadtteil
Burgfarrnbach. Es verfügt über ein unbeheiztes Schwimmbecken (Wasserfläche
8 m x 20 m; Wassertiefe 0,80 m bis 1,35 m) und eine 1.000 m2
große Liegewiese mit Umkleidemöglichkeiten und Toiletten. Das Bad können
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre sowie deren Begleitpersonen
nutzen. Die Betriebsführung erfolgt durch die infra fürth gmbh.
Im Zuge der Vorbereitungen für die kommenden Badesaisons wurde der
technische, bauliche, wirtschaftliche und personelle Zustand des Jugendbades
umfassend untersucht. Die detaillierten Ergebnisse sind dem Zustandsbericht der
infra fürth gmbh (vgl. Anlage 1) zu entnehmen.
Technischer,
baulicher und personeller Zustand:
Der Zustandsbericht kommt zu
dem Ergebnis, dass sowohl bei der technischen Infrastruktur (Badewassertechnik,
Elektrik und Sanitärinstallation) als auch bei den baulichen Anlagen
(Schwimmbecken, Gebäude und Badzugang) erheblicher Sanierungsbedarf besteht.
Nach Einschätzung der infra fürth gmbh sind vor einer weiteren Inbetriebnahme
Investitionen von mindestens 165.000 Euro erforderlich, um einen sicheren und
ordnungsgemäßen Badebetrieb gewährleisten zu können. Zusätzliche Kostenrisiken
können sich jederzeit ergeben.
Darüber hinaus stehen die
bislang für den Betrieb eingesetzten personellen Ressourcen nicht mehr zur
Verfügung. Die Betreiberin weist darauf hin, dass aufgrund der besonderen
Anforderungen an Badeaufsicht, Wasseraufbereitung, Verkehrssicherheit und technische
Betreuung ein Betrieb nur durch qualifiziertes Fachpersonal möglich ist.
Entwicklung
Nutzungszahlen und Betriebskosten:
Neben dem erheblichen
Sanierungsbedarf ist die Nutzung des Jugendbades in den vergangenen Jahren
kontinuierlich zurückgegangen. Die Besucherzahlen reduzierten sich von rund 600
Badegästen im Jahr 2023 auf zuletzt lediglich 275 Badegäste im Jahr 2025. Dies
kann u.a. auf die Veränderung des Altersgefüges im Einzugsgebiet sowie der
sinkenden Attraktivität des Bades zurückgeführt werden. Neben der geringen
Auslastung des Jugendbades stehen dadurch den jährlichen Betriebskosten von
rund 45.000 Euro (netto) nur sehr geringe Einnahmen bei dem Eintrittspreis von
1 Euro gegenüber. Auch unter Berücksichtigung möglicher Sanierungsmaßnahmen ist
nicht davon auszugehen, dass die Attraktivität und Auslastung des Jugendbades
in einem Umfang gesteigert werden können, der einen wirtschaftlich vertretbaren
Betrieb erwarten lässt.
Sportfachliche
Bewertung:
Bei der Entscheidung über
die Zukunft des Jugendbades sind jedoch nicht ausschließlich wirtschaftliche
Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Denn das Jugendbad ist ein wichtiger
sozialer Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Burgfarrnbach.
Es ist ein Ort für Sport, Bewegung und Erholung und bietet Abkühlung an heißen
Tagen. Gerade hinsichtlich der dringend benötigten Wasserflächen im
Stadtgebiet, der Abnahme der Schwimmfähigkeit der Kinder und Jugendlichen sowie
der fehlenden Orte zur Wassergewöhnung hat das Sommerbad in seiner langen
Geschichte eine wichtige Rolle im Stadtgebiet wahrgenommen.
Dabei ist jedoch
festzuhalten, dass das Jugendbad Burgfarrnbach aufgrund seiner baulichen
Ausgestaltung nur eingeschränkt für eine strukturierte Schwimmausbildung
geeignet ist. Die Anlage wird daher überwiegend als Freizeitbad genutzt und
übernimmt keine zentrale Funktion für den schulischen Schwimmunterricht oder
die vereinsorganisierte Schwimmausbildung.
Fazit:
Im Rahmen der Gesamtabwägung
stehen ein erheblicher Sanierungsbedarf, fehlende personelle Ressourcen,
dauerhaft hohe Betriebskostenzuschüsse sowie eine seit Jahren rückläufige
Nutzung den sportfachlichen Vorteilen der Anlage gegenüber. Auch wenn grundsätzlich
jegliche Wasserfläche zur Wassergewöhnung und Sicherung der Schwimmfähigkeit
von Kindern und Jugendlichen behalten werden sollte, stehen die hohen Kosten in
keinem Verhältnis zu den stark rückläufigen Besuchszahlen. Vor diesem
Hintergrund wird seitens der infra fürth gmbh empfohlen, den Betrieb des
Jugendbades dauerhaft einzustellen.
Für den Fall einer Betriebseinstellung sind die Möglichkeiten einer Nachnutzung des Geländes zu prüfen. Denkbar sind insbesondere eine Erweiterung der schulischen Freiflächen sowie weitere Nutzungen im Zusammenhang mit dem angrenzenden Schulstandort. Abhängig vom Nachnutzungskonzept ist ein fachgerechter Rückbau der Anlagen und die Stilllegung der Versorgungsleitungen erforderlich. Die dafür anfallenden Kosten sind je nach zukünftiger Nutzung noch seitens der Betreiberin zu ermitteln.
Finanzierung:
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Finanzielle Auswirkungen |
jährliche Folgelasten |
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x |
nein |
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ja |
Gesamtkosten |
€ |
x |
nein |
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ja |
€ |
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Veranschlagung im Haushalt
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x |
nein |
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ja |
Hst. |
Budget-Nr. |
im |
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Vwhh |
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Vmhh |
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wenn nein,
Deckungsvorschlag: |
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- Anlage 1: Zustandsbericht Jugendbad Burgfarrnbach der infra fürth
- NÖ Anlage 2: Anschreiben der Kinder der OGTS-Farrnbachschule
