Betreff
Projektstand Neugestaltung des Neuen Rundfunkmuseums Fürth – Haus des Hörens: Organisatorische Vorbereitung der Inbetriebnahme
Vorlage
K/0252/2026
Art
Beschlussvorlage - SB

Der Kulturausschuss nimmt den aktuellen Projektstand zur Neugestaltung des Neuen Rundfunkmuseums Fürth – Haus des Hörens sowie die laufenden Maßnahmen zur organisatorischen Vorbereitung der Inbetriebnahme des Museums zur Kenntnis.

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1. Das neue Museum: Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort

Mit der Neugestaltung des Rundfunkmuseums entsteht in Fürth ein neuer Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort. Das Neue Rundfunkmuseum – Haus des Hörens verbindet die Geschichte des Rundfunks mit einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem Thema „Hören“ und entwickelt das bisherige Museum zu einem offenen Ort des Lernens, des Austauschs und der kulturellen Teilhabe weiter.

Grundlage hierfür bildet die bereits vom Kulturausschuss und Stadtrat beschlossene Neukonzeption des Museums. Die in dieser Vorlage dargestellten Maßnahmen dienen deren Umsetzung beziehungsweise Weiterentwicklung sowie der organisatorischen Vorbereitung der Inbetriebnahme und eines leistungsfähigen und nachhaltigen Museumsbetriebs.

Projektstand

Mit dem Fortschreiten der baulichen Umsetzung befindet sich das Projekt inzwischen in der Phase der organisatorischen Vorbereitung der Inbetriebnahme. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt nun auf dem Aufbau der organisatorischen, technischen und personellen Voraussetzungen für den zukünftigen Museumsbetrieb.

Hierzu gehören insbesondere die Entwicklung der Betriebsorganisation, die Vorbereitung externer Dienstleistungen, der Aufbau neuer Vermittlungs- und Veranstaltungsangebote, die organisatorische Vorbereitung der Sammlungsarbeit sowie die Weiterentwicklung der Personal- und Organisationsstruktur. Ziel ist es, bis zur Inbetriebnahme sämtliche Voraussetzungen für einen leistungsfähigen und nachhaltigen Museumsbetrieb zu schaffen.

Das Neue Rundfunkmuseum – Haus des Hörens wird künftig weit über ein klassisches Ausstellungsmuseum hinausgehen. Neben der Dauerausstellung entstehen Angebote in den Bereichen Bildung, Vermittlung, Kultur und Begegnung. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungsräume, Café, Werkstatt, Tonstudio sowie ein öffentlich zugänglicher Sammlungsbereich.

Ein wesentlicher Bestandteil der Neukonzeption ist die personale Vermittlung. Besucherinnen und Besucher werden künftig durch Mitarbeitende aktiv begleitet und erhalten dadurch individuelle Zugänge zu den Ausstellungsinhalten sowie Möglichkeiten des Austauschs.

Mit dieser Ausrichtung entsteht ein zeitgemäßes Museum, das Ausstellung, Bildung, Kultur und Begegnung in einem Gesamtkonzept verbindet.

2. Kunst am Bau 2025/26

Die Neugestaltung des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien mit insgesamt 4,5 Mio. Euro gefördert. Entsprechend den Förderbestimmungen sind 1,5 % der Kosten der Kostengruppen 300 und 400 für Kunst am Bau vorgesehen.

Im Rahmen eines eingeladenen Wettbewerbs mit neun beteiligten Künstlerinnen und Künstlern beziehungsweise Künstlergemeinschaften entschied sich die Jury für den Entwurf „360° Pan.Akustikon“ der Künstlergemeinschaft Lukas Kühne und René Rissland.

Die Installation greift das historische Panakustikon von Athanasius Kircher auf und verbindet über zwei interaktive Hörstationen den Stadtraum mit dem Museum. Geräusche aus der Stadt werden in das Gebäude übertragen und Klänge aus dem Museum wieder nach außen vermittelt. Dadurch entsteht ein akustischer Dialog zwischen Museum und Stadtraum.

Die ausgewählte Arbeit ergänzt die architektonische und museale Konzeption des Hauses des Hörens um eine dauerhaft erlebbare künstlerische Ebene und macht das Leitthema „Hören“ bereits im öffentlichen Raum erfahrbar.

Lukas Kühne ist international tätiger Sound-Skulpteur, René Rissland arbeitet als Architekt, Stadtforscher und Künstler. Gemeinsam verbinden sie künstlerische, räumliche und akustische Konzepte zu einer interaktiven Installation.

3. Betrieb

Mit der organisatorischen Vorbereitung der Inbetriebnahme beginnt die letzte große Projektphase vor Aufnahme des Museumsbetriebs. Während bisher die Entwicklung der Konzeption sowie die bauliche Umsetzung im Mittelpunkt standen, richtet sich der Schwerpunkt der Arbeiten nun auf den Aufbau aller organisatorischen, technischen und personellen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen und nachhaltigen Museumsbetrieb.

Aus dem bisherigen Ausstellungsmuseum entsteht ein Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort mit neuen Nutzungsformen und Angeboten. Hierfür werden derzeit die organisatorischen Grundlagen geschaffen. Die Arbeiten gliedern sich im Wesentlichen in sechs zentrale Handlungsfelder.

3.1 Betriebsorganisation und Service

Derzeit werden die organisatorischen Grundlagen des zukünftigen Museumsbetriebs erarbeitet. Hierzu zählen insbesondere die Festlegung von Öffnungs- und Betriebszeiten, die Entwicklung der Betriebsabläufe sowie die Vorbereitung des Besucherservices.

Das Café soll künftig durch einen externen Betreiber geführt werden. Das Vergabeverfahren wurde bereits eingeleitet; der Konzessionsvertrag liegt erstellt und rechtsgeprüft vor.

3.2 Bildung, Vermittlung und kulturelle Angebote

Die Bildung und Vermittlung bildet einen Schwerpunkt des zukünftigen Museumsbetriebs. Neben Führungen werden Workshops, Veranstaltungsformate sowie Angebote in Werkstatt und Tonstudio entwickelt. Ergänzend zur Dauerausstellung sind regelmäßig Wechselausstellungen vorgesehen.

Derzeit werden die Bildungsprogramme, Buchungsabläufe und Schulungskonzepte für Mitarbeitende und Besucherservice erarbeitet.

3.3 Digitale Infrastruktur und Betriebssteuerung

Mit dem Kassen- und Buchungssystem wird die zentrale organisatorische Plattform für Ticketing, Raum- und Veranstaltungsmanagement sowie weitere betriebliche Abläufe geschaffen.

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens wird derzeit die Einführung des Systems GoMus vorbereitet. Im Anschluss erfolgen Implementierung, Testbetrieb und Schulung der Mitarbeitenden.

3.4 Sammlung, Depot und Museumsshop

Parallel zur baulichen Umsetzung werden die organisatorischen Voraussetzungen für Sammlung, Depot und Museumsshop geschaffen. Hierzu gehören insbesondere die Fortschreibung des Sammlungskonzeptes, die Vorbereitung des öffentlichen Depots sowie die Entwicklung der organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Museumsshops.

3.5 Veranstaltungen und Vermietungen

Das Neue Rundfunkmuseum – Haus des Hörens wird künftig auch Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen, Vorträge, Seminare und Workshops sein. Derzeit werden hierfür die organisatorischen, vertraglichen und betrieblichen Voraussetzungen geschaffen.

3.6 Arbeitssicherheit und Inbetriebnahme

Parallel werden sämtliche Anforderungen des Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagements umgesetzt. Ziel ist es, alle organisatorischen Voraussetzungen für eine geordnete Inbetriebnahme des Museums zu schaffen.

4. Personal und Organisation

Mit der Umsetzung der bereits am 27.05.2020 beschlossenen Neukonzeption verändern und erweitern sich die Aufgaben des Museums. Hierzu zählen insbesondere die personale Vermittlung, die Betreuung von Werkstatt und Tonstudio, der Veranstaltungsbetrieb, die Öffnung der Sammlung sowie die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern in den Bereichen Besucherservice und Café.

Die Weiterentwicklung der Organisationsstruktur verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Aufgabenfelder künftig in einer leistungsfähigen und nachhaltigen Betriebsorganisation zusammenzuführen und die Verantwortlichkeiten klar zuzuordnen.

Ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Museumsarbeit ist dabei die personale Vermittlung. Darüber wurde bereits im Kulturausschuss in der Sitzung vom 19.10.2023 berichtet. Anders als in klassischen Museen begleiten Kommunikatorinnen und Kommunikatoren die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung, treten mit ihnen in den Dialog und ermöglichen individuelle Zugänge zu den Ausstellungsinhalten. Dieses Vermittlungskonzept prägt die zukünftige Arbeitsweise des Hauses des Hörens in besonderer Weise und ist ein wesentlicher Bestandteil der derzeitigen Überarbeitung der inhaltlichen Neukonzeption.

Vor diesem Hintergrund werden derzeit gemeinsam mit dem Organisationsamt die organisatorischen Grundlagen für den zukünftigen Museumsbetrieb erarbeitet. Hierzu gehören insbesondere die Überprüfung der Aufbauorganisation, die Weiterentwicklung der Organigramme sowie die Anpassung beziehungsweise Neuerstellung der erforderlichen Stellenbeschreibungen.

Um die Neugestaltung des Museums effektiv und effizient planen und umsetzen zu können, werden derzeit die organisatorischen Rahmenbedingungen für das Projekt zwischen OrgA/1 und StAM beziehungsweise Referat II und Referat IV festgelegt. Dies war bislang aufgrund fehlender personeller Kapazitäten nicht möglich.

Zwischen Referat IV und Referat II besteht Einvernehmen, die organisatorische Umsetzung des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens aufgrund seiner besonderen Projektstruktur außerhalb des regulären Stellenplanverfahrens zu bearbeiten. Damit soll sichergestellt werden, dass die organisatorischen Voraussetzungen für die Inbetriebnahme des Museums rechtzeitig geschaffen werden können.

Zusammenfassung

Mit dem Fortschreiten der baulichen Umsetzung befindet sich das Projekt nun in der Phase der organisatorischen Vorbereitung der Inbetriebnahme. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf dem Aufbau der organisatorischen, personellen und technischen Voraussetzungen für den zukünftigen Museumsbetrieb.

Ziel ist es, die Inbetriebnahme des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens umfassend vorzubereiten und einen leistungsfähigen sowie nachhaltigen Museumsbetrieb von Beginn an sicherzustellen.


Finanzierung:

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

x

nein

ja

Gesamtkosten

     

x

nein

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

nein

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

Vwhh

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag: