Situation in der Kindertagesbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie

Betreff
Situation in der Kindertagesbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie
Vorlage
JgA/0499/2020
Art
Beschlussvorlage - SB

Vom Sachstand über die Situation in der Kinderbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie wird Kenntnis genommen.

1. Verbleib der Kindertageseinrichtungen in Stufe 2

Trotz der steigenden Infektionszahlen und dem Erreichen der Warnstufe „rot“, hat das örtliche Gesundheitsamt, nach konstruktiven Gesprächen mit den Verantwortlichen Fachaufsichten im Landkreis und des JgA der Stadt Fürth auf die Anordnung, die Gruppen zu verkleinern, wie in Stufe 3 gefordert lange Zeit verzichtet.

Auch wenn es immer wieder zu Gruppenschließungen (KW 43: 0 Schließungen, KW 44: 5 Gruppenschließungen in 5 verschiedenen Einrichtungen) aufgrund einer positiv getesteten Person kommt, ermöglicht die strenge Umsetzung von Hygienemaßnahmen und die strikte Gruppentrennung die Vermeidung von Schließungen ganzer KiTas.

Ein Wechsel in Stufe 3 würde auch für die Träger, nicht nur strukturelle, sondern auch finanzielle Herausforderungen mit sich bringen. Durch die Reduzierung der Betreuungszeiten könnten Eltern u.U. die Beiträge reduzieren.

 

2. Eltern zunehmend nervös

Zahlreiche Zuschriften und Anrufe bei JgA/Kita zeigen, dass die Eltern nervös reagieren auf etwaige Maßnahmen zur Gruppenverkleinerung und damit verbunden Beschränkungen der Nutzung des Betreuungsangebotes. Viele signalisieren, dass der Urlaub verbraucht, sowie Überstunden abgebaut seien und alternative Betreuungsmöglichkeiten nicht existieren.

 

 

 

3. Neue Maßnahmen

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat im Zusammenwirken mit dem Bay. StMAS den Rahmen-Hygieneplan Corona für die Kindertagesbetreuung wohl überarbeitet und die Richtlinien angepasst.

Das StMAS hat für die Kindertagesbetreuung die Möglichkeit, eine Förderung von Ausstattungsgegenständen und Luftreinigungsanlagen zu beantragen auf den Weg gebracht. Zuwendungsfähig sind:

·         Ausstattungsgegenstände zur Verbesserung der Hygiene (z.B. Desinfektionsmittel, (Mobile) Desinfektionsspender, Flüssigseife, (Mobile) Flüssigseifenspender, Einmalhandtücher, Kontaktlose Fieberthermometer, Schutzscheiben bzw. Ständer, (Mobile) Trennwände, Schutzmasken)

·         CO2-Sensoren für Funktionsräume (Gruppenräume, Mehrzweckräume, Therapieräume)

·         Mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion zur Verringerung der Aerosolkonzentration (für Gruppen-, Mehrzweck- und Therapieräume), die nicht ausreichend im Sinne des Rahmen-Hygieneplans für Kindertageseinrichtungen durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine RLT-Anlage gelüftet werden können.

JgA/Kita hat sich diesbezüglich mit einer Anfrage an die Regierung gewandt (die wiederum das Anliegen an das StMAS weitergeleitet hat), da wir insbesondere in der Kleinkindbetreuung enorme Schwierigkeiten im Zusammenhang mit stündlichem Luftaustausch in den Wintermonaten sehen und wir die Ausweitung der Förderung auf Anschaffungen in entsprechenden Gruppenräumen von Kindertageseinrichtungen begrüßen würden.

 

4. Mobile Luftreinigungsgeräte

Laut mehrerer Untersuchungen scheinen mobile Luftreinigungsgeräte mit HEPA-Filtern (Klasse 13 oder 14) die Aerosole in der Luft und damit die Ansteckungsgefahr zu vermindern.

Allerdings müssten hier auch die technischen Voraussetzungen, die solche Geräte für den Einsatz in zur Förderung berechtigten Räumen erfüllen sollten/müssen, wie Standsicherheit, Vermeidung von Stolperfallen, Sicherung vor Zugriff, geringe Lärmemissionen erfüllt werden. Darüber hinaus müsste geklärt werden, wie die Reinigung/Entleerung durchführbar ist, bei gleichzeitiger Sicherstellung, die Mitarbeitenden keinem erhöhten Risiko zur Ansteckung auszusetzen.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

 

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag: