Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Hornschuchpromenade mit Willy-Brandt-Anlage und den weiteren Straßenzügen Königswarter- und Rudolf-Breitscheid-Straße

Betreff
Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Hornschuchpromenade mit Willy-Brandt-Anlage und den weiteren Straßenzügen Königswarter- und Rudolf-Breitscheid-Straße
Vorlage
Rf. V/1146/2020
Art
Beschlussvorlage - AL

Der Vortrag der Baureferentin dient zur Kenntnis.

Das dargestellte Verfahren zur weiteren Bürgerbeteiligung soll weiterverfolgt werden.

 

Im April 2017 wurde die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Hornschuchpromenade und der umliegenden Straßenzüge mit einer großen Auftaktveranstaltung gestartet. Zwei aufeinander aufbauende Workshops fanden im Mai 2017 zur Klärung eines Aufgabenprofils als Grundlage für den Entwurf und im März 2018 zur Abstimmung von Entwurfsvarianten statt. Im Rahmen der Beteiligung wie auch aufgrund verschiedener Einwendungen von Seiten der Anwohnerschaft sowie Gewerbetreibender wurde die Stadtverwaltung gebeten, die Verkehrssituation hinsichtlich der deutlichen Parkplatzreduzierung nochmals zu prüfen und eine weitere Planungsvariante vorzustellen. Dies wurde als Arbeitsauftrag des BWA vom 11.07.2018 entsprechend formuliert:

  • Weiterverfolgung der Planungsvariante 2
  • Es sollen bis zu 2/3 mehr Parkplätze erhalten werden können.
  • Durchführung eines dritten Workshops mit Vertiefung des Themas Verkehr
  • Durchführung einer Anwohnerbefragung
  • Einführung eines Parkraummanagements mit Kurzzeitparkplätzen und Anlieferzonen im Bereich Hornschuchpromenade/Königswarterstraße

 

Eine verkehrsplanerische Prüfung führte zu folgendem Ergebnis:

  • Um den historischen Baumbestand der Willy-Brandt-Anlage zu erhalten und zu schützen ist ein Parken zwischen den Bäumen künftig nicht mehr möglich.
  • Ca. 210 Parkplätze im Straßenraum werden aus diesen Gründen entfallen. Ersatz hierfür wird durch das neue Parkhaus in der Gebhardtstraße geschaffen.
  • Für die verkehrliche Neuordnung ist die Gewährleistung des zweiten Rettungsweges zwingend erforderlich.
  • Eine alternative Planungsvariante mit Ausweisung von wesentlich mehr Parkplätzen im Straßenraum kann aus vorgenannten Brandschutzgründen nicht erstellt werden.
  • Die Einführung eines Parkraummanagements wurde im Rahmen einer Parkraumanalyse untersucht und dem BWA am 20.01.2020 vorgestellt. Dabei wurde eine vergleichsweise hohe Anzahl an Fahrzeugen erhoben, die über den gesamten Erhebungszeitraum von mehreren Tagen nicht bewegt wurden. Auch dieser Nutzergruppe kann ein überdachter Stellplatz im Parkhaus angeboten werden.

Zum Abschluss des Bürgerbeteiligungsverfahrens sind nun zwei weitere Schritte geplant. Aufgrund bestehender – voraussichtlich noch länger andauernder – pandemiebedingter Kontaktbeschränkungen können diese lediglich online und nicht als Präsenz-Workshops angeboten werden.

 

  1. Beteiligung zur Verkehrsneuordnung

Für die vorliegenden Planungen zur Verkehrsneuordnung soll durch eine Onlinebeteiligung mit Vorstellung des verkehrlichen Gesamtkonzeptes Hornschuchpromenade sowie des Parkraummanagements per Videoclip und Abfrage der Zufriedenheit ein Feedback durch die Stadtgesellschaft eingeholt werden. Für folgende Teilthemen besteht die Möglichkeit einer Stellungnahme:

·         Motorisierter Individualverkehr

·         Parkraumkonzept

·         Fahrradverkehr

·         Fußverkehr

·         ÖPNV im Umfeld

·         Alternative Verkehrsangebote im Umfeld

 

  1. Beteiligung zur Grünanlagengestaltung

Im Rahmen der vorausgegangenen Workshops wurden bereits wichtige Parameter zur Grünraumgestaltung vorgeschlagen.

Folgende konkreten Ziele wurden dabei genannt:

·         Sicherung und Erhalt des Baumbestands

·         Durchgängiger Weg Ost-West (mit Referenz an historische Bahnlinie)

·         Erhalt der Wittelsbacher-Anlage (Luisenanlage)

·         Gastronomische Nutzung (in Teilbereichen) –kontroverse Diskussion

 

Folgende allgemeine Ziele wurden formuliert:

·         Stärkung der Erholungsfunktion

·         Stärkung der Aufenthaltsqualität

·         Durchgängiger Gestaltungsansatz

·         Erhalt des historischen Gesamtcharakters durch entsprechende Materialität

·         Einbeziehung des Wunsches der Bevölkerung, sich eigene Wege zu suchen

 

Das Grünflächenamt hat darauf aufbauend Grundstrukturen für die Umgestaltung der Willy-Brandt-Anlage entwickelt:

 

·         Die Anlage ist städtebaulich gegliedert in einen Bereich West - zwischen Fürther Freiheit und Luisenstraße – und einen Bereich Ost zwischen Luisen- und Jakobinenstraße. (Der Bereich Ost übertrifft seinen Gegenpart hinsichtlich Länge zweifach und in Bezug auf die Grundfläche um das Dreifache.)

·         Das charakteristische Element der sanierten Grünanlage wird ein neuer Hauptweg sein. Er durchzieht die Grünanlage in gerader Linie auf gesamter Länge. Im Bereich West ist diese Längserschließung ein bisher nicht vorhandenes funktionales Element. Im Bereich Ost verläuft sie parallel zur dort bereits bestehenden, von Allee-Bäumen gesäumten Längsverbindung.

·         Die wichtigste Querverbindung für Fußgänger führt vom U-Bahnausgang Jakobinenstraße zum Häuserdurchgang Richtung Schulzentrum.

·         Die aus dem neuen Hauptweg und dem vorhandenen Alleeweg entstandene Doppelachse bildet ein „Gerüst“, in das anhand formal vorgegebener und nach verschiedenen Themen differenzierte Raumeinheiten, sog. „MODULE“, „eingehängt“ werden können z.B. Module mit Ruhebänken, Spielgeräten, Schmuckbeeten, Heckenbepflanzungen und Geschichtsfeldern (in Erinnerung an die Eisenbahngeschichte)

·         Zwei gastronomische Areale im Bereich West sowie die historische Luisen-Anlage beim Versatz der Anlage an der Luisenstraße sind weitere markante Elemente.

·         Die kurzen Seitenwege sollen mit einfachen baulichen Mitteln angelegt werden und somit veränderbar bleiben, bis ihre Lage sich durch das Nutzerverhalten manifestiert hat.

·         Das wichtigste zu guter Letzt: Der Baumbestand! Er wird das alles beherrschende Merkmal entlang der Hornschuchpromenade, Königswarter- und Rudolf-Breitscheid-Straße bleiben. An ihm werden sämtliche Maßnahmen ausgerichtet.

 

Es gilt nun im weiteren Prozess gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor allem die Art und die Intensität der „Ausstattung“ der Grünanlage zu konkretisieren. Die Beteiligung soll mittels Online-Fragebogen zu folgenden Teilthemen erfolgen:

 

·         Verortung von kleinen Fußwegen zur seitlichen Erschließung der Anlage

·         Thematische Priorisierung der im Konzept des GrfA beschriebenen Module

·         Ideensammlung zur Umsetzung der sogenannten Geschichtsfelder

 

Beide Beteiligungsformen sollen zeitgleich im März 2021 durchgeführt werden.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

X

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

 

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

·         Bisheriger Verlauf der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Hornschuchpromenade

·         Vorentwurf Grünanlage

·         Vorentwurf Grünanlage Teilpläne

·         Lageplan: Verkehrliches Gesamtkonzept Hornschuchpromenade