Der Ausschuss für Jugendhilfe und Jugendangelegenheiten/der Stadtrat nimmt den Bericht zur Kindertagesstätten-Versorgung am 31.12.2020 und zur voraussichtlichen Kindertagesstätten-Versorgung 2023 und 2026 zur Kenntnis. Die Verwaltung wird beauftragt,

 

-       im Bereich der Kinderkrippen für die Stadtteile, in denen nach der vom Ausschuss für Jugendhilfe und Jugendangelegenheiten am 02.10.2013 und vom Stadtrat am 20.11.2013 als Zielvorgabe beschlossenen Mindestbedarfsquote von Betreuungsplätzen für 40,6 % aller unter Dreijährigen, davon Kinderkrippenplätze für 34,5 % aller unter Dreijährigen, noch Kinderkrippenplätze fehlen (Bezirke 02, 03, 04, 07, 09, 10, 12, 15, 17 und 18) zusätzliche Kinderkrippenprojekte nach Möglichkeit in Kombination mit Kindergärten zu entwickeln und den Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

-       im Bereich der Tagespflege die quartalsmäßige Berichterstattung durch das Familienbüro fortzusetzen, damit unabhängig von den nach den Pflegeerlaubnissen zugelassenen und bedarfsgerechten 269 Tagespflegeplätzen weiterhin ein quartalsmäßiger Überblick über die tatsächlich belegten bzw. nicht belegten und als Reservepotenzial noch verfügbaren Tagespflegeplätze besteht.

 

-       im Bereich der Kindergärten für die Stadtteile, in denen Kindergartenplätze fehlen (Bezirke 03, 07, 09, 14 und 18) und auch keine ausreichenden Ausgleichsmöglichkeiten in benachbarten Stadtteilen vorhanden sind, Projektvorschläge zur Neuschaffung von Kindergartenplätzen zu entwickeln und den Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

-       im Bereich der Kinderhorte und der schulischen Betreuungsangebote für die Stadtteile, in denen auch bei schulorganisatorischer Kombination mit benachbarten Stadtteilen gemessen an der am 22.07.2020 beschlossenen Zielvorgabe von Betreuungsplätzen für 70 % aller Sechseinhalb- bis unter Elfjährigen in den Jahren 2023 und 2026 mit fehlenden Plätzen zu rechnen ist (Bezirke 01, 02, 03+04, 05+06, 07+08, 11, 12+13, 14+15+16 und 18), zwischen Referat I und Referat IV abgestimmte Vorschläge zur Bedarfsdeckung zu entwickeln und den Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

-       bei der Umsetzung des mit Schuljahresbeginn 2026/27 für einzuschulende Kinder in Kraft tretenden und bis Schuljahresbeginn 2029/30 alle vier Jahrgangsstufen der Kinder im Grundschulalter umfassenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung von einem zu erwartenden Gesamtbedarf für bis zu 92 % aller Kinder im Grundschulalter auszugehen und dem Stadtrat ein Stufenkonzept zur Beschlussfassung vorzulegen, sobald die abschließenden landesrechtlichen Regelungen zu den Raumgrößen, zur Raumgestaltung, zu den Außenflächen, zum Personalschlüssel, zu den Qualifikationsanforderungen für das Personal, zur Personal- und Betriebskostenförderung sowie zu den Bildungs- und Betreuungskonzepten bekannt sind.