Betreff
Vorlage zur Anfrage der SPD Stadtratsfraktion vom 15.02.2022 - Senioreninformationsportal
Vorlage
SzA/0239/2022
Art
Beschlussvorlage - SB

Der Beirat empfiehlt, dass die Mitarbeitenden des Pflegestützpunktes ein Konzept für die Bereitstellung nötiger und hilfreicher Informationen entwickeln, das auch auf den digitalen Bereich bezogen ist. Im Zuge der Entwicklung dieses Öffentlichkeitskonzepts wird geprüft, unter welchen Bedingungen ein Senioreninfoportal integriert und betreut werden kann.

 

Das Seniorenportal NeaWIS bietet für die Bürger*innen des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad

Windsheim einen Überblick über alle Einrichtungen und Angebote zum Themenbereich Pflege

innerhalb des Landkreises und punktuell auch von angrenzenden Kommunen.

Über einen Suchassistenten können bestimmte Themenbereiche gewählt werden (z.B. Pflege

organisieren und finanzieren oder Versorgung zu Hause gestalten u.a.). Für den jeweiligen

Themenbereich wird ein Katalog mit Fragen geöffnet, in dem zutreffende Aussagen angekreuzt

werden können. Aufgrund dieser Vorauswahl werden dann die Kontaktdaten von Institutionen,

Beratungseinrichtungen und Hilfen aufgezeigt, die in diesem Themenfeld unterstützen können.

Auch über Fallbeispiele, die zu den verschiedenen Themen aufgestellt wurden, können entsprechende Hilfsadressen gefunden werden. Für ergänzende Informationen zu den verschiedenen Themenbereichen werden Veröffentlichungen (Broschüren, Internetseiten …) angegeben.

 

 

Vorteile des Seniorenportals:

 

Informationen können eigenständig von zu Hause abgerufen werden

Im Landkreis NEA-Bad Windsheim gibt es keine zentrale Beratungsstelle zum Thema Pflege – das Seniorenportal soll entsprechende Informationen für die Bürger*innen zugänglich machen.

Betroffene und Angehörige können selbstständig zu Hause über das Portal nach möglichen Hilfen und Beratungsangeboten in ihrem Gemeindebereich und in ihrer Nähe suchen.

Der Suchassistent lotst die Bürger*innen durch eine unübersichtliche Pflege- und Beratungslandschaft. Das Portal bietet professionellen Stellen, wie Beratungsstellen, Sozialdienste der Kliniken u.a. einen guten Überblick über die vorhandenen Angebote.

 

Das Seniorenportal ist selbsterklärend

Das Seniorenportal ist für alle, die den Umgang mit PC und Internet gewohnt sind, selbsterklärend.

 

Problembereiche:

 

Die Suche im Portal ist zeitintensiv

Bei den Vorschlägen für Hilfen und Beratungsmöglichkeiten werden meist sehr viele Adressen

angegeben, die per se noch keine Informationen bieten. Die Auswahl, welche Beratungsstelle

und/oder welcher Dienstleister angerufen wird, muss der/die Suchende selbst treffen. Je komplexer der Fall, desto zeitaufwändiger ist das, da in vielen Fällen bei jedem Kontakt erst über hinterlegte Informationen herausgefunden werden kann, ob er auch das anbietet, was benötigt wird.

 

Die Daten müssen aktuell sein

Die Pflege, Ergänzung und regelmäßige Aktualisierung der Daten ist aufwändig und zeitintensiv.

Im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim wurde explizit für die Pflege des Seniorenportals und für Informationen eine teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterin eingestellt.

 

Der Umgang mit dem Internet muss geübt sein

Vermutlich sind inzwischen fast alle pflegenden Angehörigen dazu befähigt, ein Seniorenportal im Internet zu nutzen. Für ältere Menschen, die für sich selbst suchen, ist die Nutzung eines derartigen Portals häufig nicht möglich – mangels technischer Geräte oder mangels Know-how.

 

Fazit:

 

Beratungskompetenz ergibt sich aus dem Synergieeffekt der Zusammenarbeit

In der Stadt Fürth wurde die Struktur der Pflegelandschaft inzwischen durch die Eröffnung des

Pflegestützpunktes in der Alexanderstraße erweitert. In ihm arbeiten die verschiedenen

Beratungseinrichtungen zum Thema Pflege (Krankenkassen, Fachstellen für pflegende Angehörige und Bezirk Mittelfranken „Hilfe zur Pflege“) mit den im Pflegestützpunkt angestellten

Pflegeberater*innen zusammen. Dies ergibt einen kompetenten Pool nötiger Informationen. Der

Pflegestützpunkt ist regelmäßig telefonisch, persönlich und per Mail erreichbar. Die Mitarbeitenden können dank ihrer Kompetenz in der Pflegeberatung und der übergreifenden Zusammenarbeit individuelle Anliegen der zu Pflegenden und ihrer Angehörigen zeitnah und passgenau bearbeiten.

 

Das Seniorenportal kann persönliche Beratung nicht ersetzen

Das Seniorenportal kann als Ergänzung zu gut erreichbaren Beratungsstellen sinnvoll sein. Die

persönliche Beratung kann aber, gerade wenn es um den umfangreichen Bereich der Pflege geht, nicht ersetzt werden. Sie hilft im Dschungel verschiedenster Angebote genau das herauszufiltern, was in der individuellen Situation benötigt wird. Meine Erfahrung im Umgang mit Menschen, die Unterstützung im Bereich der Pflege suchen (sowohl bei Betroffenen als auch bei Angehörigen), zeigt, dass sie häufig stark verunsichert sind und neben den Informationen auch Jemanden suchen, der sie dabei unterstützt, wesentliche Entscheidungen zu treffen.

In Fürth leben zudem viele alleinstehende und -lebende hochaltrige Senior*innen (Tendenz

steigend), die keine Möglichkeiten haben, Informationen über das Internet zu suchen.

 

Digitale Informationen können auch über die Homepage der Stadt angeboten werden

Natürlich ist es dennoch nötig, möglichst weitreichende Informationen online zur Verfügung zu

stellen. Gerade für einfache Anfragen – z.B. die Suche nach einem ambulanten Dienst, nach

Seniorenheimen im Stadtgebiet u.a. – sollte es möglich sein, gesammelte Informationen, ggf. auch über die Homepage der Stadt Fürth, zu erhalten.

 

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

 

ja

Gesamtkosten

     

 

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

1