Betreff
Lichtsignalanlage und Haltestelle Vacher Straße/Am Altengraben
Vorlage
TfA/0422/2022
Art
Beschlussvorlage - SB

Die Sitzungsvorlage des Baureferates wurde zur Kenntnis genommen.

 

Der Bauausschuss erteilt die ergänzende Projektgenehmigung zur Errichtung der Fußgänger-Lichtsignalanlage Vacher Straße nördlich Am Altengraben sowie zur Ertüchtigung der Bushaltestelle Am Altengraben, Fahrtrichtung Norden.

Beschlusslage/Entwicklung der Maßnahme

Im Bau- und Werkausschuss am 06.11.2019 wurde die Lichtsignalanlage mit Haltestelle „Am Altengraben“ in der Vacher Straße zur Kenntnisnahme vorgestellt, geplant war eine Errichtung durch den Bauhof. Eine weitere Ausschuss-Information mit Kostenangaben (im damaligen Ausbauumfang 58.000,- €) erfolgte am 15.09.2021.

Vorgesehen war, provisorisch die Asphaltfläche der Haltestelle am östlichen Fahrbahnrand (asphaltierte Aufstellfläche für Fahrgäste) zu erneuern und mittels aufgeklebten Bodenindikatoren eine Absicherung und Führung für Blinde- und Sehbehinderte zu erreichen.

Im Februar 2022 erfolgte eine Instruktion an die Spartenträger sowie an externe wie interne Beteiligte. In der darauffolgenden Abstimmung (Behindertenrat, Behindertenbeauftragte, Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund) wurde angemerkt, dass das angedachte Provisorium Defizite hinsichtlich der Blindenführung aufweist, auch die zwischenzeitlich neu erschienene DIN 32984 (Bodenindikatoren) ließ die geplante Abgrenzung der Aufstellfläche von der Fahrbahn mittels Sperrplatten nicht mehr zu.

Die Entwurfsplanung wurde daraufhin seitens TfA überarbeitet. Es ist weiterhin eine möglichst wirtschaftliche Bauweise als Provisorium vorgesehen, jedoch werden mit der neuen Planung die Belange der Blinden erfüllt, die vorliegende Planung wurde diesbezüglich erneut abgestimmt.

Beschreibung der Maßnahme

Bushaltestelle

Geplant ist nun, die Aufenthaltsfläche der Haltestelle mit Gehwegplatten zu pflastern und zum angrenzenden Feld mit einer Betonleiste (3 cm Anschlag als Tastkante) abzugrenzen. Der vorhandene Straßenbeleuchtungsmast wird um ca. 4 m aus dem Laufweg zur Haltestelle heraus versetzt. Mit dieser Bauweise können übliche Beton-Blindenplatten nach aktueller Norm verlegt werden. Der Einbau eines hohen Kasseler Bords ist aufgrund der geringen Breite (i. M. ca. 1,85 m) nicht sinnvoll. Nachdem die Fahrbahn im Bereich der Haltestelle deutliche Verdrückungen mit Eintiefungen von ca. 4 – 5 cm aufweist, wird die Fahrbahndecke vor der Haltestelle bis zur Fahrbahnachse abgetragen und neu hergestellt. Falls bzw. soweit notwendig, erfolgt ein Profil-ausgleich mittels Asphalttragschicht, der weitere Unterbau bleibt bestehen. Richtung Norden soll der Deckenbau ca. 15 – 16 m nördlich der Haltestelle enden, da bis dahin außerdem deutliche Schäden an der Asphaltoberfläche bestehen.

Bei der vorliegenden Maßnahme handelt es sich weiterhin um ein Provisorium, ein Ausbau nach gängigem Standard kann bei einem späteren Kreuzungs- bzw. Haltestellenausbau erfolgen (Sonderbord, Breite des Aufenthaltsraumes mit Grunderwerb).

Gegenüberliegend (westliche Straßenseite) wird der Gehweg zur Herstellung der neuen Fußgängerfurt abgesenkt. Der Bereich der Absenkung wird gepflastert, außerdem das Gehwegstück bis zur Einmündung Am Altengraben. Hier sind Kabel der Lichtsignalanlage zu verlegen (der Stromverteilerkasten befindet sich an der Einmündung), außerdem ist der Gehwegbelag (Asphalt) verbraucht. Ab der Einmündung ist der Gehweg auch im Bestand bereits gepflastert.

Lichtsignalanlage

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Vacher Straße beträgt 50 km/h. Die Lichtsignalanlage FT762 Vacher Straße/Am Altengraben ist als Fußgängerschutzanlage konzipiert, Grundzustand tagsüber ist Dauergrün für die Vacher Straße. Nachts sowie an Sonn- und Feiertagen werden die Kfz-Grünkammern abgeschaltet, die Fußgänger verbleiben auf Rot (sog. Teildunkelschaltung). Linienbusse werden priorisiert, stadtauswärtige Busse können (uhrzeitabhängig) eine Freigabe der Fußgänger nach Einfahrt in die Haltestelle auslösen. Die Lichtsignalanlage ist in keine Grüne Welle eingebunden, der Verkehrsrechneranschluss erfolgt mobilfunkbasiert. Die Verkabelung/Mast-anbindung erfolgt über Kabelschächte.

Die Lage der Haltlinien auf der Fahrbahn resultiert aus der Lage der Ampelmaste, diese wiederum aus der Anordnung der Bodenindikatoren. Südlich der Anlage wird östlich der Fahrbahn eine Aufstellfläche für LSA-Wartungsfahrzeuge angeordnet, deren Belastung ist im Gehwegaufbau berücksichtigt.

Die verkehrstechnischen Unterlagen des Stadtplanungsamtes liegen vor, die Lichtsignalanlage einschließlich Tiefbauarbeiten ist in den untenstehenden Gesamtkosten enthalten.

Kosten

Die Kosten belaufen sich auf ca. 115.000,- € brutto.

Zeitplan

Es ist geplant, die Ertüchtigung der Bushaltestelle mit Errichtung der Lichtsignalanlage noch in 2022, voraussichtlich im November durchzuführen.

 

 

 

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

X

ja

Gesamtkosten

115.000,-

 

nein

X

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

 

nein

X

ja

Hst. 6300.9530

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

X

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag:

 

- Übersichtskarte

- Lageplan

- Querprofile

- Fotos

- Übersicht der eingegangenen Stellungnahmen zur Instruktion