Betreff
Nothilfefonds "Energiekosten der Sportvereine"
Vorlage
Sport/0062/2022
Art
Beschlussvorlage - SB

Für den Ausschuss für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit:

Der Ausschuss nimmt von den gravierenden Auswirkungen der Energie-Krise auf die Fürther Sportvereine Kenntnis und empfiehlt dem Finanz- und Verwaltungsausschuss, für das Jahr 2023 im Haushalt einen Nothilfefonds „Energiekosten der Sportvereine“ i.H.v. 25.000 € einzurichten.

 

Für den Finanz- und Verwaltungsausschuss:

Der Ausschuss nimmt von den gravierenden Auswirkungen der Energie-Krise auf die Fürther Sportvereine Kenntnis und beschließt, für das Jahr 2023 im Haushalt einen Nothilfefonds „Energiekosten der Sportvereine“ i.H.v. 25.000 € einzurichten. 

Sport ist ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in Fürth. Regelmäßige Sportaktivität beugt Krankheiten vor, fördert das individuelle Wohlbefinden, den Stressabbau sowie die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt den sozialen Zusammenhang. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder anderen persönlichen Merkmalen finden beim Sport Menschen zusammen. Neben kommunalen Aktivitäten sind die Sportvereine die wichtigsten Träger für ein umfassendes und hochwertiges Sportangebot in der Stadt und nehmen eine bedeutsame gesellschaftliche Stütze ein.

 

Moderne, nachhaltige und intakte Sportstätten sind die Grundlage für das Sporttreiben. Neben den kommunalen Sportanlagen sind auch die verschiedenen vereinsbetriebenen Sportstätten unverzichtbar für die Fürther Sportinfrastruktur. Es sollte deshalb ein wichtiges städtisches Anliegen sein, die Sportvereine mit vereinseigenen Sportanlagen bestmöglich zu unterstützen und bei aktuellen Herausforderungen zur Seite zu stehen. Neben dem Bau und der Sanierung der Sportstätten sind vor allem der Betrieb und der laufende Unterhalt dieser arbeitsaufwendig und kostenintensiv.

 

So liegen die Betriebskosten der Fürther Sportvereine bei über 1.000.000 € und haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Akut wird diese Entwicklung durch den signifikanten Anstieg der Verbraucherpreise im Energiesektor als Folge des Kriegs in der Ukraine verstärkt. Mit einer weiteren Verknappung der Gasmengen und damit auch weiteren Preissteigerungen ist laut der Bundesregierung zu rechnen. Es existieren seitens der Bundesregierung Befürchtungen, dass sich die Gaspreise verachtfachen könnten. Auch beim Heizöl liegen die Teuerungsraten laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts bei weit über 100 Prozent. Es kann von einer Mehrbelastung der Vereine mit eigenen Sportstätten im bis zu fünfstelligem Bereich pro Jahr ausgegangen werden. Sportvereine mit mehreren bzw. sanierungsbedürftigen und energieintensiveren Anlagen sind dabei überproportional betroffen.

 

Zwar haben viele Vereine im Bereich des Stroms und Gas aufgrund bestehender Verträge noch voraussichtlich eine Preisbindung bis Ende 2022 bzw. 2023. Doch schon jetzt treffen die ersten Fürther Sportvereine die Preissteigerungen zum Teil schon empfindlich. Die Vereine können die Kosten nur durch Beitragserhöhungen auffangen, womit letztendlich die Mitglieder und somit die Bürgerinnen und Bürger von Fürth durch steigende Mitgliedsgebühren belastet werden. Dies gilt es zu verhindern, da es zu einem Mitgliederrückgang führen könnte und zudem den Zugang zum Sport insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen erschweren würde. Mögliche Einsparpotentiale der Vereine werden zwar genutzt, sind aber begrenzt. Es gilt zu vermeiden, dass die Vielfalt und Heterogenität der Fürther Sportlandschaft durch die Energiekrise irreparablen Schaden nehmen.

 

Eine finanzielle Unterstützung der gemeinnützigen Sportvereine scheint somit alternativlos. Es sollen jedoch zuerst die Entwicklungen auf der Bundes- und Landesebene bezüglich möglicher Hilfsangeboten und Gas- sowie Strompreisbremsen und ihre Auswirkungen für Sportvereine abgewartet werden, bevor städtische Maßnahmen ergriffen werden sollen. Um jedoch vorbereitet zu sein und eine mögliche Unterstützung der Sportvereine zu sichern, soll ein Nothilfefonds „Energiekosten der Sportvereine“ in den städtischen Haushalt für das Jahr 2023 i.H.v. 25.000 € eingeplant werden. Die städtische Unterstützung sollte auf Basis eines Antragsverfahrens zielgerichtet erfolgen. Vereine mit eigenen Turnhallen, welche signifikant steigende Energiekosten nachweisen könne, wären dann im Fokus. Das vorgeschlagene Vorgehen basiert auf der entsprechenden einstimmigen Empfehlung des Forums des Fürther Sports vom 27.10.2022.

 

Finanzierung:

 

Finanzielle Auswirkungen

jährliche Folgelasten

 

 

nein

x

ja

Gesamtkosten

25.000

x

nein

 

ja

     

Veranschlagung im Haushalt

 

x

nein

 

ja

Hst.      

Budget-Nr.      

im

 

Vwhh

 

Vmhh

wenn nein, Deckungsvorschlag: